Georg Fischer
| Georg Fischer | |
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Georg Fischer (1904) | |
| Geburtsdatum: | 19. November 1881 |
| Sterbedatum: | 27. Juni 1969 |
Georg Fischer (* 19. November 1881 in Vilseck [1]; † 27. Juni 1969 in Bamberg)[2] war ein Kunsttöpfer und gilt zusammen mit seinem Vater Karl Fischer als Wiedererfinder der Terra-Sigillata-Keramik der Römer.
Leben
Georg Fischer begann im Jahr 1894 seine dreijährige Lehre als Kunsttöpfer im väterlichen Betrieb, und arbeitete nach Ablegung seiner Gesellenprüfung im Jahr 1898 als Gehilfe mit seinem Vater Karl Fischer in dessen Kunsttöpferei zusammen. Seine Meisterprüfung im Hafner- und Ofensetzergewerbe legte er im Mai 1905 ab.[2] Gemeinsam mit seinem Vater entdeckte er die Herstellungsweise der römischen Terra-Sigillata-Keramik neu.[3]
Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1910 führte er die Töpferei fort.[4] Im November 1916 wurde Georg Fischer zum Militärdienst eingezogen; die beiden Gesellen waren bereits 1914 einberufen worden. So kam das Geschäft nach dem Verkauf der noch vorrätigen Ware vollständig zum Erliegen. Nach Entlassung aus dem Militärdienst im November 1918 fand er in seiner Heimatstadt Sulzbach-Rosenberg keine Abnehmer mehr für seine Kunstkeramikerzeugnisse. Daher veräußerte er das Haus 1919 an Karl Braun und übersiedelte nach Bamberg, wo er 1920 wieder eine eigene Werkstatt für Kunstkeramik eröffnete. Außerdem restaurierte er beschädigte antike Fayencen. 1958 übergab er den Betrieb an seinen Sohn Hans Fischer, half jedoch bis zu seinem Tod im Jahr 1969 im Betrieb mit.[2]
Weblinks
Commons: Kunsttöpferei Fischer – Sammlung von Bildern
Literatur
- Rudolf Heinl: Die Kunsttöpferfamilie Fischer aus Sulzbach. Selbstverlag, Sulzbach-Rosenberg 1984.
Einzelnachweise
- ↑ Taufen, Trauungen, Beerdigungen - Vilseck 16 | Vilseck| Regensburg, rk. Bistum | Deutschland | Matricula Online, abgerufen am 26. Dezember 2025
- ↑ 2,0 2,1 2,2 Rudolf Heinl, Die Kunsttöpferfamilie Fischer aus Sulzbach, 1984
- ↑ Sulzbach-Rosenberger Zeitung vom 19. Juni 1965
- ↑ Aufzeichnungen von Johann Leinhäupl, Lehrling bei Fischer von 1904 - 1907, dem Verfasser im Original vorliegend