Günter Dollhopf
| Günter Dollhopf | |
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| Geburtsdatum: | 25. Mai 1937 |
| Sterbedatum: | 28. April 2018 |
Prof. Günter Dollhopf (* 25. Mai 1937 in Nürnberg, † 28. April 2018 in Amberg) war als Maler, Grafiker und Hochschullehrer tätig.[1] 2009 wurde er mit dem Nordgaupreis für Bildende Kunst ausgezeichnet.
Leben und Wirken
Dollhopf studierte Philosophie und Kunst in München und Nürnberg. Ab 1964 arbeitete er als Kunsterzieher zunächst in München, dann in Sulzbach-Rosenberg und Amberg. Bereits 1971 erhielt er einen Lehrauftrag an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Zwei Jahre wurde er dorthin als Professor berufen, wo er bis 1997 lehrte und angehende Kunstlehrer ausbildete.
In Werkegruppen wie "Bodybilder", "Krankheitsbilder", "Rücken- und Fensterbilder", "Hackstücke und Faltungen" usw. oder in den Bildern der vergangenen Jahre "Utopia – Realita" beschäftigte sich Dollhopf vor allem mit den Themen Mensch und Landschaft, wobei der geschundene Mensch häufig im Vordergrund steht.[2] Er beschäftigte sich mit den Drucktechniken der Kaltnadel- und Aquatinta-Technik, der Lithographie und des Prägedrucks, sowie mit vielerlei experimentellen Drucktechniken und deren Kombination. Dollhopf malte in Aquarell-, Tempera- und Ölmalerei und grenzte auch seine Zeichnungen nicht nach der Technik ab, sondern verband die zu eigenen Schöpfungen. Als Stilrichtung ist am ehesten der Surrealismus bezeichnend, doch erschuf Günter Dollhopf ein ganzes Kunstuniversum, welches von seinen „Dollhopf-Wesen“ bevölkert ist und somit eine individuelle Eigenart begründet. Seine Werke waren in mehreren Gruppen- und mehr als 85 Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen, u. a. in Köln, Düsseldorf, Regensburg, Florenz, Krakau, Jekatarinburg.
Er gewann zahlreiche Stipendien und Preise, darunter den Grand Prix der Internationalen Grafik-Triennale in Krakau. Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse. 2009 erhielt er den Nordgaupreis für Bildende Kunst.
Literatur
- Dollhopf, Günter. In: Manfred H. Grieb (Hrsg.): Nürnberger Künstlerlexikon. Bildende Künstler, Kunsthandwerker, Gelehrte, Sammler, Kulturschaffende und Mäzene vom 12. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-091296-8, S. 277–278.
Filme und Filmbeiträge
- 1970 „Klopf, Klopf-Schenkelchen, Günter Dollhopfs Sportobjekte“, Münchner Abendschau, 1. Programm, Regisseur: Dieter Wieland, 10 Min.
- 1971 „Günter Dollhopfs Muskelprotze“, Aktuelles Sportstudio, 2. Programm, Regisseur: Walter Umminger, 15 Min.
- 1992 „Günter Dollhopf-Hackstücke“ TVP Krakov, Polnisches Fernsehen, Film anlässlich der Verleihung des Grand Prix der Internationalen Grafiktriennale Krakau 1971 an Günter Dollhopf, Regisseure: Katarzyna Katula, Jeremi Grzywa, 8 Min. 40Sek
- 1993 „Günter Dollhopf - Hackstücke“, Film von Gerd Dollhopf, 20 Min.
- 1996 „Günter Dollhopf e le sue strutture in carta“, Film vonAldo Galli, Allegri Art, Arte contemporanea, Florenz, 25 Min.
- 2012 „Sonntag in Amberg“, Film von Rolf Fütterer, Animationen nach Bildern von Günter Dollhopf, 25 Min.
- 2019 „Filmbeitrag zur Ausstellungseröffnung“ Galerie Art Expert, Russland, Bashkortostan, Ufa 8 Min.
- 2025 OTV „Das Kunstuniversum Günter Dollhopf in Grafik und Druck“ Sendereihe Kulturfreitag, 12 Min.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Wikipedia: Günter Dollhopf, abgerufen am 24.4.2026
- ↑ OKB Personen Datenbank, abgerufen am 24.4.2026