Freudenberger Skisprungschanze

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Die Freudenberger Skisprungschanze um 1960.
Die Freudenberger Skisprungschanze um 1960.

In Freudenberg gab es bis 1967 eine große Skisprungschanze, auf der offizielle Wettbewerbe ausgetragen wurden.

Vorgeschichte

Der Johannisberg wurde schon vor dem Zweiten Weltkrieg für den Wintersport genutzt. Mit dem Aufkommen des Skisports diente der Nordhang Richtung Freudenberg vielen Skifahrern aus der Region als Abfahrtshang. Die Skifahrer gingen teilweise zu Fuß von Amberg nach Freudenberg, um ihre hölzernen Skier den Berg hinaufzutragen und dann abzufahren. Das Interesse war so groß, dass Wettbewerbe organisiert wurden. Gleichzeitig entstand am Hang eine Diensthütte der Bergwacht.

Die Sikvereinigung Amberg, genannt SV Amberg, verfolgte die Idee, in Freudenberg eine Skisprungschanze zu errichten. Eine erste Schanze wurde im Jahr 1936 an der Hangkante bei der Bergwachthütte errichtet. Das Holz war 1945 so morsch, dass sie abgerissen wurde.[1]

Bau

1953 wurde auf Initiative der SV Amberg eine neue Sprungschanze gebaut. Sie entstand in Eigenleistung als Holzkonstruktion. Standort war nun die Hangkante am Weg zur Schmie-Alm. Zunächst sollte der Anlaufturm nur sieben Meter hoch werden, man einigte sich dann aber auf 13,65 Meter. Der Schanzentisch war etwa 2 Meter hoch. Von hier aus segelten die Springer ins Tal und blickten dabei auf die Dörfer Freudenberg und Wutschdorf. Der Auslauf befand sich dort, wo sich heute der Fußballplatz des SV Freudenberg befindet.

Die Sprungschanze wurde mehrmals renoviert und schließlich 1967 abgebrochen. Es gab Pläne, eine neue Sprungschanze zu errichten. Dabei war sogar eine Variante aus Beton im Gespräch, die in der Nähe des zu dieser Zeit neu gebauten Skilifts am Johannisberg entstehen sollte. Die Pläne wurden aber nicht weiter verfolgt.

Sportliche Erfolge

Der Schanzenrekord lag bei 33 Metern, aufgestellt von Erich Ehmer vom SC Monte Kaolino Hirschau. Längere Weiten verhinderte der enge Auslauf.

Heutiger Zustand

Heute erinnern in der Nähe des damaligen Standorts zwei Info-Tafeln an die alte Sprungschanze, die der Heimat- und Kulturverein Freudenberg aufgestellt hat. Der steile Steig, der vom Fußballplatz aus zur Schmie-Alm führt, entspricht genau dem Weg, den die Skispringer vom Auslauf hinauf zur Schanze nahmen. Auf etwa halber Höhe ragen noch die Fundamente des ehemaligen Kampfrichterhäuschens aus dem Boden.

Einzelnachweise

  1. ↑ Eintrag im Skisprungschanzenarchiv, aufgerufen am 14. Oktober 2026 [1]