Ehemalige Mühlen an der Schwarzach
An der Schwarzach gab es einst 37 Mühlen, 29 am Nebenfluss Ascha, 4 am Rötzerbach, 4 am Auerbach und 25 Mühlen an der Murach. Es liegen noch viele weitere Mühlen im Einzugsgebiet zur Schwarzach. Kaum eine Mühle wird heute noch betrieben. Die meisten Mühlen wurden Mitte des 20. Jahrhunderts stillgelegt.

Geographie
Die Schwarzach ist ein linker Nebenfluss der Naab, die in der Tschechischen Republik entspringt und bei Schwarzenfeld in die Naab mündet. Die Schwarzach hat mit der Böhmischen Schwarzach eine Länge von 95 km.

Entstehung der Mühlen
Aus der Zeit um 100 v. Chr. gibt es die erste Beschreibung einer Wassermühle. Viele Jahrtausende lang hatte man sich zum Getreidemahlen der menschlichen Muskelkraft bedient, bis im letzten Jahrhundert vor Christus.
Das alte Mahlverfahren
Die Einrichtung einer alten Mühle mutet nach heutigen Maßstäben recht einfach an. Handwerkliches Können und technischer Hausverstand befähigten jedoch die Müller, mit den verfügbaren Hilfsmitteln eine gediegene Arbeit zu leisten, die gar nicht so einfach war.
Wasserräder
Die Bauweise eines Wasserrades hängt von der zur Verfügung stehenden Wassermenge und vom Gefälle ab. Man unterscheidet oberschlächtige, mittelschlächtige und unterschlächtige Wasserräder. Beim oberschlächtigen Rad fließt das in einer meinst hölzernen Rinne zugeführte Wasser von oben her auf das Rad. Es wird immer dort verwendet, wo wenig Wasser, aber ein großes Gefälle vorhanden ist. Beim unterschlächtigen Wasserrad trifft das Wasser das Rad an seiner tiefsten Stelle. Das Rad hängt entweder frei im unbegrenzten Wasser oder es wird von Gerinnen eingeschlossen; der Kraftantrieb beruht auf der Stoßkraft des fließenden Wassers. In der Regel hatten solche Mühlräder einen Durchmesser von 5 m und eine Breite von 0,7 bis 1,5 m.[1][2]
Mühlsteine
Das Material, aus welchem die Mahlsteine gehauen wurden, soll bei gewisser Festigkeit und großer Härte ein körniges Gefüge mit natürlichen Schnittkanten und Ecken besitzen, sich leicht bearbeiten lassen, ohne spröde zu sein. Die Steine sollen beim Gebrauch die rechte Mahlfähigkeit möglichst lange behalten, nicht leicht stumpf werden und sich nicht merklich abnutzen, um das Mahlgut nicht durch Steinpulver zu verunreinigen.[3][4]
Mühlen an der Bayer. Schwarzach
- Sägmühle bei Treffelstein
- Witzelsmühle bei Treffelstein
Mühlen an der Böhm. Schwarzach
- Hirschhöfer Mühle in Hirschhof
37 Mühlen an der Schwarzach
- Höllhammer bei Waldmünchen
- Hochamühle in Hocha bei Waldmünchen
- Kritzenaster Mühle in Kritzenast
- Albernhofer Mühle bei Albernhof
- Thuraumühle bei Schönthal
- Kleinschönthalmühle in Kleinschönthal
- Schönthalmühle in Schönthal Nr. 4a
- Steegenmühle in Steegen bei Rötz
- Gmünder Mühle in Gmünd bei Rötz
- Rötzer Mühle in Rötz
- Höllmühle bei Hillstett
- Neumühle in Stadlern
- Lochmühle in Stadlern
- Schwarzachmühle in Stadlern
- Obermühle bei Hillstett
- Seebarnhammer bei Seebarn
- Eixendorfmühle in Eixendorf
- Jedesbachermühl bei Jedesbach
- Mittermurnthaler Mühle in Mittermurnthal
- Kröblitzer Hammer bei Kröblitz
- Kröblitzer Mühle bei Kröblitz
- Jakobsmühle in Neunburg vorm Wald
- Katzdorfer Mühle in Neunburg vorm Wald
- Schmalzlmühle in Neunburg vorm Wald
- Baumhofmühle in Baumhof
- Schwarzeneckmühle in Schwarzeneck Nr. 2
- Schwarzhofener Mühle in Schwarzhofen Nr. 74
- Girnitzmühle in Girnitz Nr. 10
- Zangensteiner Mühle in Zangenstein Nr. 16
- Zangenstein Hammer in Zangenstein Nr. 16
- Altenhammer bei Meischendorf
- Altendorf Mühle in Altendorf Nr. 51
- Willhofmühle in Willhof Nr. 3
- Schwarzachmühle in Schwarzach bei Nabburg Nr. 9
- Schwarzachhammer in Schwarzach bei Nabburg Nr. 27
- Furthmühle in Schwarzach bei Nabburg
- Pretzabrucker Mühle in Pretzabruck
Mühlen an den Nebenflüssen
- Ehemalige Mühlen am Rötzerbach
- Ehemalige Mühlen an der Ascha
- Ehemalige Mühlen an der Murach
- Ehemalige Mühlen am Auerbach
- weitere Mühlen an den Nebenflüssen
Weblinks
- Rosi Mühlendatenbank
- Bay. Landesverband für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung e.V.
- Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Erhaltung
- Mühlendatenbank
Literatur
- “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
- “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924
- Aus Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Band 2, Walter Hartinger
- Romantik und Wirklichkeit der alten Mühlen, Richard Wittich, Kassel, 1980