Ehemalige Mühlen an der Schwarzach

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An der Schwarzach gab es einst 37 Mühlen, 29 am Nebenfluss Ascha, 4 am Rötzerbach, 4 am Auerbach und 25 Mühlen an der Murach. Es liegen noch viele weitere Mühlen im Einzugsgebiet zur Schwarzach. Kaum eine Mühle wird heute noch betrieben. Die meisten Mühlen wurden Mitte des 20. Jahrhunderts stillgelegt.

Einzugsgegiet der Schwarzach
Schwarzachmündung in die Naab

Geographie

Die Schwarzach ist ein linker Nebenfluss der Naab, die in der Tschechischen Republik entspringt und bei Schwarzenfeld in die Naab mündet. Die Schwarzach hat mit der Böhmischen Schwarzach eine Länge von 95 km.

Naab Schwarzach 2012

Entstehung der Mühlen

Aus der Zeit um 100 v. Chr. gibt es die erste Beschreibung einer Wassermühle. Viele Jahrtausende lang hatte man sich zum Getreidemahlen der menschlichen Muskelkraft bedient, bis im letzten Jahrhundert vor Christus.

Das alte Mahlverfahren

Die Einrichtung einer alten Mühle mutet nach heutigen Maßstäben recht einfach an. Handwerkliches Können und technischer Hausverstand befähigten jedoch die Müller, mit den verfügbaren Hilfsmitteln eine gediegene Arbeit zu leisten, die gar nicht so einfach war.

Wasserräder

Die Bauweise eines Wasserrades hängt von der zur Verfügung stehenden Wassermenge und vom Gefälle ab. Man unterscheidet oberschlächtige, mittelschlächtige und unterschlächtige Wasserräder. Beim oberschlächtigen Rad fließt das in einer meinst hölzernen Rinne zugeführte Wasser von oben her auf das Rad. Es wird immer dort verwendet, wo wenig Wasser, aber ein großes Gefälle vorhanden ist. Beim unterschlächtigen Wasserrad trifft das Wasser das Rad an seiner tiefsten Stelle. Das Rad hängt entweder frei im unbegrenzten Wasser oder es wird von Gerinnen eingeschlossen; der Kraftantrieb beruht auf der Stoßkraft des fließenden Wassers. In der Regel hatten solche Mühlräder einen Durchmesser von 5 m und eine Breite von 0,7 bis 1,5 m.[1][2]

Mühlsteine

Das Material, aus welchem die Mahlsteine gehauen wurden, soll bei gewisser Festigkeit und großer Härte ein körniges Gefüge mit natürlichen Schnittkanten und Ecken besitzen, sich leicht bearbeiten lassen, ohne spröde zu sein. Die Steine sollen beim Gebrauch die rechte Mahlfähigkeit möglichst lange behalten, nicht leicht stumpf werden und sich nicht merklich abnutzen, um das Mahlgut nicht durch Steinpulver zu verunreinigen.[3][4]

Mühlen an der Bayer. Schwarzach

Mühlen an der Böhm. Schwarzach

37 Mühlen an der Schwarzach

Mühlen an den Nebenflüssen

Weblinks

Literatur

  • “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  • “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924
  • Aus Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Band 2, Walter Hartinger
  • Romantik und Wirklichkeit der alten Mühlen, Richard Wittich, Kassel, 1980

Einzelnachweise

  1. “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  2. “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924
  3. “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  4. “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924


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