Ehemalige Mühlen an der Pfreimd

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Der Rehlingbach (von links unten mündet am Staatsgut Pfrentschweiher in den Katharinabach (von links), der damit zur Pfreimd (nach rechts) wird.

Die Pfreimd ist ein etwa 76 Kilometer langer Fluss von Tschechien nach Bayern, der bei Pfreimd in die Naab mündet.

Einzugsgebiet des Pfreimdflusses

Geographie

Die Pfreimd entspringt südöstlich von Lesná u Tachova in Tschechien. Auf ihrem 20 Kilometer langen Oberlauf in Tschechien trägt sie den Namen Katerĭnský (Katharinabach). Nach Zufluss des Rehlingbachs trägt sie den Namen Pfreimd. Bei der Stadt Pfreimd mündet der Fluss Pfreimd in die Naab.

Pfreimdmündung in die Naab, der Fluss Pfreimd von unten kommend, in der Bildmitte

Entstehung der Mühlen

Aus der Zeit um 100 v. Chr. gibt es die erste Beschreibung einer Wassermühle. Viele Jahrtausende lang hatte man sich zum Getreidemahlen der menschlichen Muskelkraft bedient, bis im letzten Jahrhundert vor Christus.

Das alte Mahlverfahren

Die Einrichtung einer alten Mühle mutet nach heutigen Maßstäben recht einfach an. Handwerkliches Können und technischer Hausverstand befähigten jedoch die Müller, mit den verfügbaren Hilfsmitteln eine gediegene Arbeit zu leisten, die gar nicht so einfach war.

Wasserräder

Die Bauweise eines Wasserrades hängt von der zur Verfügung stehenden Wassermenge und vom Gefälle ab. Man unterscheidet oberschlächtige, mittelschlächtige und unterschlächtige Wasserräder. Beim oberschlächtigen Rad fließt das in einer meinst hölzernen Rinne zugeführte Wasser von oben her auf das Rad. Es wird immer dort verwendet, wo wenig Wasser, aber ein großes Gefälle vorhanden ist. Beim unterschlächtigen Wasserrad trifft das Wasser das Rad an seiner tiefsten Stelle. Das Rad hängt entweder frei im unbegrenzten Wasser oder es wird von Gerinnen eingeschlossen; der Kraftantrieb beruht auf der Stoßkraft des fließenden Wassers. In der Regel hatten solche Mühlräder einen Durchmesser von 5 m und eine Breite von 0,7 bis 1,5 m.[1][2]

Mühlsteine

Das Material, aus welchem die Mahlsteine gehauen wurden, soll bei gewisser Festigkeit und großer Härte ein körniges Gefüge mit natürlichen Schnittkanten und Ecken besitzen, sich leicht bearbeiten lassen, ohne spröde zu sein. Die Steine sollen beim Gebrauch die rechte Mahlfähigkeit möglichst lange behalten, nicht leicht stumpf werden und sich nicht merklich abnutzen, um das Mahlgut nicht durch Steinpulver zu verunreinigen.[3][4]

Mühlen an der Pfreimd im Landkreis Neustadt an der Waldnaab

Mühlen an der Pfreimd im Landkreis Schwandorf

Mühlen an den Nebenflüssen

Weblinks

Literatur

  • Des Heil. Röm. Reichs freyen Stadt Memmingen Müller- und Mühlenordnung
  • Aus Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Band 2, Walter Hartinger
  • Romantik und Wirklichkeit der alten Mühlen, Richard Wittich, Kassel, 1980
  • Kleine Mühlenkunde, Philipp Oppermann, Torsten Rüdiger, 2019, ISBN 978-3-942917-50-6
  • Die Kulturgeschichte der Mühlen, Johannes Mager, Günter Meißner, Wolfgang Orf, 1988, ISBN 3-8030-1806

Einzelnachweise

  1. “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  2. “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924
  3. “Alte Mühlen“ von Helmut Dollhopf und Herbert Liedel, Würzburg, 1996
  4. “Die Mühle“ von Richard Dertsch in „Deutsche Gaue“, Kaufbeuren, 1924


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