Ödmühle
Koordinaten: 49° 31' 40.87" N, 12° 15' 56.63" E
| Ödmühle | |
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Ödmühle Trausnitz 22 05 2016 | |
| Rosi Mühlendatenbank | |
| Adresse: | Ödmühle 92555 Trausnitz |
Ödmühle ist ein Ortsteil in der Gemeinde Trausnitz im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz.
Lage
Der Weiler Ödmühle liegt 500 m nordöstlich von Trausnitz.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Die Mühle wurde an einem abgelegenen öden Platz errichtet.[1]
Geschichte
1368 wird Ödmühle als „von der Odenmul“ erwähnt. 1387 wird der „hamer zu der Odenmul“ genannt.[2]
1606 hatte die Mühle Hans Wenl inne, im Wertanschlag von 450 Gulden, davon steuerte er 3 Gulden.[3]
1630 wird die „Öedtmühl“ genannt. Sie hatten 2 Ochsen, 3 Kühe, 2 Rinder, 2 Kälber und steuerten 4 Gulden 44 ¾ Kreuzer.[4]
1721 wird der Müller Georg Mühlmühler auf der Mühle mit ¼ Hof genannt, vorher war Wolf Mühlmühler auf dem Anwesen.[5]
1762 war Müllermeister Michael Wühl auf dem Anwesen, vorher Georg Wühl.[6]
Steuerdistrikte
1808 entstand die Obmannschaft Trausnitz mit den Orten: Trausnitz, Kaltenthal, Fuchsendorf, Köttlitz, Atzenhof, Schweizerbach, Bornmühle und Ödmühle.[7]
1811 wurden die Steuerdistrikte gebildet. Der Steuerdistrikt Trausnitz bestand aus den Dörfern Trausnitz, mit dem von Kargschen Schloss und Köttlitz, den Einöden Kaltenthal und Ödmühle, der gutsherrlichen Waldung von Stein, die Sölzer- und Kötlitzer Dikigt genannt, der gutsherrlichen Waldung von Hohentreswitz, das Wasserholz genannt, sowie dem Anzerholz. Es gehörten 94 Häuser mit 629 Seelen dazu. Sie hatten 369 Morgen Äcker, 81 Morgen Wiesen, 68 Morgen Holz, ein kleiner Weiher, 20 Morgen öde Gründe und Wege. Sie besaßen 3 Pferde, 118 Ochsen, 106 Kühe, 45 Stück Jungvieh und 60 Schweine.[8]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Trausnitz gebildet. Die Gemeinde Trausnitz bestand aus den Ortschaften Trausnitz mit 128 Familien, Kaltenthal mit 3 Familien, Ödmühle mit 1 Familie, Atzenhof mit 10 Familien, Bierlhof mit 5 Familien und Schweizerbach mit einer Familie.[9]
1828 gab es in Trausnitz 83 Wohngebäude mit 100 Familien und 560 Einwohnern, in Atzenhof 28 Häuser mit 50 Familien und 232 Einwohnern, in Bierlhof 3 Häuser mit 3 Familien und 12 Einwohnern, in Kaltenthal 1 Haus mit 4 Familien und 25 Einwohnern, in Ödmühle 1 Haus mit 1 Familie und 5 Einwohner. [10]
Alle Bewohner waren katholisch und gehörten zur Pfarrei Trausnitz. Die Schule in Trausnitz besuchten 112 Werktags- und 96 Sonntagsschüler.
1946 wurde die Gemeinde Bernhof aufgelöst und Oberpierlhof wurde nach Trausnitz eingemeindet. 1946 wurde Reisach aus der Gemeinde Döllnitz in die Gemeinde Trausnitz eingegliedert. 1964 hatte Trausnitz 116 Häuser und 552 Einwohner, Atzenhof 32 Häuser mit 162 Einwohnern, Bierlhof 10 Häuser mit 38 Einwohnern, Kaltenthal 2 Häuser mit 19 Einwohnern, Oberpierlhof 9 Häuser mit 33 Einwohnern, Ödmühle 1 Haus mit 5 Einwohnern, Reisach 15 Häuser mit 82 Einwohnern und Schweizerbach 2 Häuser mit 15 Einwohnern.[11]
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
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Weblinks
- Ödmühle In: Bavarikon
- Ödmühle In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Ödmühle In: BayernAtlas
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Ödmühle In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Ödmühle In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2024
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 363
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2021
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 409
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 402
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 416
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 430
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 430