Bruderschaft vom guten Tod

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Die Bruderschaft vom guten Tod ist eine Vereinigung im Pfarrdorf Großschönbrunn (Freihung).

Geschichte

Die Bruderschaft wurde im Jahr 1725 gegründet.[1] Das Bruderschaftsfest wird traditionell an Christi Himmelfahrt begangen. Hierbei zieht eine Prozession der Bruderschaft durch den Ort.

Das 300-jährige Jubiläum wurde am 29. Mai 2025 gemeinsam mit dem Regensburger Bischof Dr. Rudolf Vorderholzer begangen.[2]

Früher waren solche und ähnliche Bruderschaften (oft auch Todesangst-Bruderschaften oder Bruderschaften von der Todesangst Christi) weit verbreitet, da ein "guter Tod" eine große Rolle im Leben der Menschen spielte. Heute gibt es im Bistum Regensburg nur noch weniger solcher Bruderschaften. Ihre Gründung ging vielerorts auf die Initiative von Jesuiten zurück, welche erstmal 1648 eine solche Bruderschaft gründeten. Die Gründung dieser Bruderschaften stand vielerorts im Zeichen von Gegenreformation und Rekatholisierung.

Ziele

Die Mitglieder der Bruderschaft geloben, sich mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen und sich gegenseitig in der Todesstunde beizustehen. Hierbei geht es darum, den Mitgliederung ein Sterben in Würde zu ermöglichen. Auch nach dem Tod der oder des Angehörigen sollen die Hinterbliebenen im Trauerprozess Unterstützung finden.[3]

Die Mitglieder der Bruderschaft sollen regelmäßig die Beichte ablegen, die Kommunion empfangen, an Andachten teilnehmen, sich gegenseitige Hilfe zu Teil werden lassen und für eine gute Sterbestunde beten.

Mitgliederschaft

Im Jahr 2025 umfasste die Bruderschaft ca. 600 Mitglieder. Aufgenommen werden Männer und Frauen. Seit den 2000er Jahren geht die Zahl der Neueintritte langsam zurück. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Cent.

Archivalien

Das Protokollbuch der Bruderschaft wird im Pfarrarchiv aufbewahrt. Es enthält u.a. die Bruderschaftssatzung und die Mitgliederliste.

Einzelnachweise