Walter Lipp

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Walter Lipp
Geburtsdatum:17. April 1939
Sterbedatum:24. Juni 2021
Q133650980   1117091880

Walter Lipp war der langjährige Leiter der Staatlichen Provinzialbibliothek Amberg.

Leben

Geboren wurde Walter Lipp am 17. April 1939 in Rückholz im Allgäu. Nach dem Abitur am Jesuitengymnasium in Kempten studierte er Bibliothekswesen an der Bayerischen Bibliotheksschule in München.

Walter Lipp ist am 24. Juni im Allgäu verstorben.

Im Januar 1963 kam der junge Bibliotheksinspektor nach Amberg. Dort wirkte er viele Jahre lang.

Staatliche Provinzialbibliothek

Walter Lipp, war langjährig hauptamtlicher Leiter der Provinzialbibliothek Amberg.

Im Januar 1963 kam der junge Bibliotheksinspektor nach Amberg und übernahm als erster Bibliothekar die Leitung vor Ort der vorher vom Staatsarchiv Amberg mitbetreuten Provinzialbibliothek Amberg.

Diese musste von Grund auf - selbst Heizung und elektrisches Licht fehlten - als öffentlich zugängliche Bibliothek mit Ausleihe, Fernleihe und Lesesaal etabliert werden. Nachdem Buchbestände (vor allem grundlegende Nachschlage- und Standardwerke), deren Verzeichnung, Etat und Räumlichkeiten ausgebaut werden konnten, nahm die Nutzung der Bibliothek rasch zu. Kunden waren insbesondere Lehrende, Schüler der Oberstufe, Studenten, aber auch Angehörige aller anderen Berufsgruppen. Lipp vermittelte einer Vielzahl von Interessierten erste Bibliothekskompetenzen und verhalf ihnen zur gewünschten Literatur.

Ab den 80er-Jahren wurde der barocke Bibliothekssaal saniert.

Zu Wiedereröffnung 1990 erschien der Bibliotheksführer „Die Staatliche Bibliothek (Provinzialbibliothek) Amberg und ihr Erbe aus den oberpfälzischen Klosterbibliotheken“, in dem Walter Lipp die Geschichte der Bibliothek aus den Quellen erarbeitete.

Seine Bestands- und Provenienzforschungen zum Büchererbe aus den geistlichen Einrichtungen der Region sind unverzichtbare Grundlage für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit der Buch- und Bibliotheksgeschichte der Oberpfälzer Klöster.

1999 war er maßgeblich an der großen Ausstellung mit gewichtigem Begleitband zum Ensdorfer Abt und Universalgelehrten Anselm Desing beteiligt.

Lipp setzte sich tatkräftig und über viele Jahre für eine geeignete räumliche Unterbringung der unter Platznöten leidenden Bibliothek ein. Die Pläne zum Erweiterungsbau wurden noch zum großen Teil unter seiner Amtsführung fertiggestellt.

Nach seiner Ruhestandsversetzung 2001 kehrte Lipp in seine Heimat Rückholz im Allgäu zurück. Seine bibliotheksgeschichtlichen Untersuchungen weitete er auf das Füssener Benediktinerkloster aus, später verfasste er nach intensiver Forschungsarbeit eine umfangreiche Schrift zum Gedenken der Kriegsteilnehmer seines Heimatortes.

In seiner bescheidenen Art und mit seinem besonderen ironischen Humor bezeichnete sich Walter Lipp gerne als „servus librorum“. Fast 38 Dienstjahre engagierte er sich leidenschaftlich und sehr erfolgreich als „Bücherknecht“ für die Provinzialbibliothek.

Veröffentlichungen

Weblinks

Teils auch Provinzialbibliothek

  • Historisches Lexikon Bayerns, Regionale Staatliche Bibliotheken in [[1]]
  • Forschungs-Blog Oberpfälzerkulturbund  in [[2]]
  • Nachruf in Onetz [[3]]
  • Bavarikon [[6]]
    • Alle Objekte der Provinzialbibliothek Amberg [[7]]
    • Schätze der Provinzialbibliothek [[8]]
    • Totenrotelsammlung des Benediktinerklosters Ensdorf im Bestand der Provinzialbibliothek Amberg [[9]]
  • Deutsche digitale Bibliothek [[10]]

Todesanzeige

in Amberger Zeitung [[12]]

Foto

Aus Blog Oberpfälzerkulturbund, Copyright ???

Einzelnachweise