Vils
Die Vils ist ein Fluss, welcher in Kleinschönbrunn entspringt und nach 87 Kilometern in Kallmünz in die Naab mündet.
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Oberpfälzische Vils - von der Quelle bis zur Mündung | |
Verlauf
Sie entspringt in Kleinschönbrunn (Gemeinde Freihung im Landkreis Amberg-Sulzbach), durchfließt die Orte Vilseck, Hahnbach und die Stadt Amberg. Bei Vilshofen erreicht sie den östlichsten Punkt. In Schmidmühlen nimmt sie die Lauterach auf und mündet schließlich bei Kallmünz in die Naab.
Die Vils hat eine Länge von 87 km.
Namensherkunft

Woher stammt wohl der Ausdruck Vils? Geschichtsforscher Prof. Ernst Schwarz favorisiert den indogermanischen Ausdruck bhel – das Wort wird "fel" ausgesprochen und bedeutet "glänzend weiß". Aus fel wurde Vils! Bei dem meist ruhigen Wasserlauf der Vils scheint diese Deutung als Namensgeber plausibel.
Geschichte
Ab Schönbrunn durchfloss die Vils die Kurfürstlich Bayerische Oberpfalz, bei Freihung Pfalz-Sulzbach, in Vilseck das Herrschaftsgebiet des Bistums Bamberg, dann wieder die Kurfürstlich Bayerische Oberpfalz, ab Vilshofen die Junge Pfalz. Bei Schmidmühlen streift sie das Hohenburger Gebiet, das dem Hochstift Regensburg gehört.
Die Vils versorgt/versorgte zahlreiche Mühlen, Sägewerke und Eisenhämmer mit Wasserkraft. Sie ist ein Teilstück der Bayerische Eisenstraße. So dient sie im Mittelalter als Schifffahrtsweg für Lastkähne, die Eisen nach Regensburg transportieren und auf der Rückfahrt mit Salz beladen sind. Dabei werden die Schiffe von Pferden gezogen (getreidelt), ein Pfad dafür verläuft neben der Vils.
Im Jahr 1826 wurde die Schifffahrt eingestellt.
Ein immerwährendes Problem für Mensch und Tier war von jeher die Überquerung eines Flusses. Dazu diente eine Furt (eine seichte Stelle im Wasser) oder eine Brücke, die aufwändig errichtet werden musste. Aber auch eine Furt hatte Nachteile, nämlich für die Lastkähne. Besonders nach trockenen Sommermonaten drohten die Schiffe hier auf Grund zu laufen. Aus einem Beschwerdebrief der Stadt Amberg (1521) heißt es hierzu: "Zu Etzdorff ain furt zu haben, unser scheffart gantz unleydlich und zu grossen nachtail ist" – gemeint ist eine ehemalige Furt bei Ettsdorf.
Ein weiteres Problem waren die Gefahren wiederkehrender Hochwasser, wie die im Vilstal im Jahre 1909.

Weblinks
Quellenangaben
Heimatbuch "Vilshofen in der Oberpfalz, ein Dorf und seine Geschichte" von Albert Kräuter