Vesuna-Turm

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Koordinaten: 49° 26' 5.47" N, 11° 52' 4.43" E

Vesuna-Turm
Der Vesuna-Turm am Amberger Skulpturenweg (2017)
Q137889226   Vesuna-Turm

Der Vesuna-Turm ist ein vom Künstler Wilhelm Koch anlässlich der Landesgartenschau Amberg 1996 geschaffene geschaffene, behehbare Lichtskulptur. Der Vesuna-Turm ist Teil des Amberger Skulpturenwegs.[1] Der französische Schauspieler Pierre Brice, dessen Frau aus Amberg stammte, übernahm die Schirmherrschaft.

Hintergrund

Der Turm wurde am 19. April 1996 als Geschenk zu gleichen Teilen vom Initiator/Künstler Wilhelm Koch an die Städte Périgueux und Amberg übergeben und sollte ein Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft sein. Der Vesuna-Turm sollte ein Ort der Begegnung und der Städtepartnerschaft werden.[1]

Beschreibung

Die Stahlkonstruktion mit Wendeltreppe auf Betonfundament und Plexiglasverkleidung hat einen Durchmesser von 3,60 Meter und ist 18 Meter hoch. Als Vorbild diente der Tour de Vésone in der Amberger Partnerstadt Perigueux. Der Turm besteht aus zehn Stahlträgern und 60 Acrylglaskuppeln. Die Verkleidungselemente aus Plexiglas waren raffiniert durch Erwärmen und Aufblasen hergestellt worden. Die Wölbung des Glases entstand durch organische Dehnung und hatte die gleiche Form, als würde man dehnbaren Gummi aufblasen. Nachdem die Glasscheiben des Turms immer wieder von Vandalen zerstört wurden, wurden die Plexiglaskuppeln ohne Absprache mit dem Künstler Wilhelm Koch durch Glasfaserkuppeln ersetzt. Mittlerweile wirken sie sehr gelblich und entsprechen nicht mehr dem gestalterischen Grundgedanken.[1][2][3]

Umsetzung

Der Vesuna-Turm wurde ohne Auftrag und ohne öffentliche Mittel in Eigeninitiative des Künstlers gebaut. Realisiert wurde der Turm ausschließlich mittels Sach- und Geldleistungen (Gesamtwert 250.000,- DM) von Sponsoren der Region:[2]

  • Entwurf, Planung, Finanzierung, Realisierung: Wilhelm Koch
  • Schirmherr: Pierre Brice
  • Statik: Prof. Dr.-Ing. Rudolf Petri (FH Nürnberg)
  • Detailplanung: Simon & Partner GmbH, Hiltersdorf
  • Baugenehmigungsverfahren: Meiller, Dittmann und Partner, Amberg
  • Elektroplanung: Büro Butz, Amberg
  • Aushub, Fundamentarbeiten: Fa. Pichl, Hiltersdorf
  • Schotter für Bodenaustausch: Gebr. Pongratz, Wolfsbach
  • Fundamentbeton: Fa. Transportbeton, Amberg-Sulzbach
  • Stahlmaterialien: Fa. Platzer GmbH, Amberg
  • Stahltreppe: Bayerische Bühnenbau GmbH, Weiden
  • Stahlkonstruktion: Stahlbau Lippert, Dürnsricht
  • Verzinkung, Autokran: Fa. Einhäupl GmbH, Vilseck
  • Lichtkuppeln (teilweise): Fa. ASTROPLAST, Weiherhammer
  • Gerüstbau und Anbringung der Lichtkuppeln: Dachbau Schlosser, Hiltersdorf
  • Beleuchtungskörper: Fa. Zumtobel und Lichtzentrale Amberg
  • Elektro- und Leuchteninstallation: Staatl. Berufsschule Amberg, Elektroabt.
  • Stromkabel zum Turm, Antragsverfahren: Landesgartenschau Amberg 1996 GmbH
  • Planungmaterialien, Dokumentationen: Büro Wilhelm, Amberg
  • Elektromaterialien: Insinger Elektrogroßhandel, Amberg
  • Geländer, Handläufe, Dachelemente: die Firmen Kiener, Kummer, Siegert, Rewitzer, Auer, Zeitler, Kleinort, Oelmeier, Lotter & Ausberger
  • Hubbühne: Fa. Spielvogel, Amberg
  • Info- und Sponsorentafel: Fa. Moedel, Amberg
  • Aluabdeckleisten: Fa. Herzing, Amberg
  • Gerüst: Fa. Herrndobler, Amberg
  • Beschläge: Fa. Eckert, Amberg
  • Dichtstoffe: Fa. Telle, Sulzbach-Rosenberg
  • Estrichmaterial: Fa. Dorfner GmbH, Hirschau
  • Estrich: Fa. Hößl Dieter GmbH, Ursensollen
  • Pflastersteine: Fa. Godelmann, Kümmersbruck

Der Beitrag der Stadt Amberg beschränkte sich auf die Stromleitung zur Lichtskulptur.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 AMBERGER SKULPTURENWEG. Hrsg.: Kulturamt Amberg, 2020, S. 26-27 (online verfügbar auf https://amberg.de/fileadmin/Kultur_Kunst/Skulpturenweg_Heft.pdf)
  2. 2,0 2,1 Koch Studio: Vesuna Turm, abgerufen am 26. Januar 2026
  3. Hans Kratzer: Ein Kunstwerk verkommt, vom 21. April 2021, abgerufen am 26. Januar 2026