Unterkatzbach (Guteneck)
Koordinaten: 49° 26' 9.67" N, 12° 16' 19.45" E
| Unterkatzbach (Guteneck) | |
|---|---|
Unterkatzbach (Guteneck) 2022 | |
| PLZ/Ort: | 92543 Unterkatzbach |
Unterkatzbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Guteneck im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Unterkatzbach liegt 1,5 km südlich von Guteneck. Die Kreisstraße SAD 38 verläuft westlich an Unterkatzbach vorbei.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung ab, die an einem Bach gegründet wurde bei der sich (Wild-)Katzen aufhielten.[1]
Geschichte
Unterkatzbach wird in den Urkunden 1333 erstmals erwähnt. 1345 erscheint der Ort als inferiori Chatzpach in den Büchern des Kloster Schönthal. 1370 als de inferiori Chaczpach…de Nydern Chatzpach in den Rechnungsbüchern.[2]
1473 gab es 4 Höfe auf denen Hans Heusler, Jorg Paur, Peter Paur und Hans Irlwirt saßen. Sie zinsten 3 Schilling.[3]
1513 zinsten Hans Schellhard und Hans Parn’s Kinder jeweils 1 Schilling und Georg Parn und Michael Schrot jeweils 15 Pfennig.[4][5]
1596 gab es 2 ganze Höfe und 2 Halbhöfe.[6]
1606 gab es 2 Höfe, 3 Güter und 1 Haus. Sie besaßen 16 Ochsen, 11 Kühe, 9 Rinder, 3 Schweine, 1 Kalb, 75 Schafe und steuerten 16 Gulden 3 Kreuzer. Die Familien Richter, Reischel, Sauer, Lehner, Marckel und Reich bewirtschafteten die Höfe.[7][8]
1630 zinsten zur Hofmark Guteneck 2 Güter und 1 Mühle. Sie besaßen 12 Ochsen, 8 Kühe, 9 Rinder, 2 Kälber, 4 Schweine, 11 Frischlinge und steuerten 13 Gulden 34 ¾ Kreuzer. Zur Gutsherrschaft Fuchsberg gehörte 1630 1 Hof und 1 Gut. Sie besaßen 6 Ochsen, 4 Kühe, 2 Rinder, 9 Kälber, 2 Schweine, 4 Frischlinge, 1 Ziege und steuerten 4 Gulden, 51 Kreuzer.[9] 1634 ist ein Hof genannt auf dem Wolfgang Reischl saß.[10] 1658 lag Unterkatzbach öde. Alle Bewohner waren verstorben oder sind durch die Wirren des 30jährigen Krieges weggezogen.[11]
1712 gab es 2 Viertelhöfe die Sebastian Fasel und Michael Schmidt innehatten. Der Müller Hans Stauber besaß einen Viertelhof und die Mühle.[12] 1721 gab es 7 Anwesen die zum Amt Nabburg zinsten. Die Familien Schieder und Frey hatten einen ganzen Hof. Mayr und Sezer einen Halbhof, Rickl einen Viertelhof und Sieß einen Sechszehntelhof. Zur Hofmark Fuchsberg gehörten zwei Halbhöfe, auf denen Klueg und Lieschmann saßen. Zur Hofmark Guteneck gehörten zwei Halbhöfe auf denen Schmidt und Fastl saßen und die Mühle die Hans Stauber mit einem Viertelhof bewirtschaftete.[13][14]
1762 zinsten 6 Anwesen zum Amt Nabburg. Die Familien Schieder, Frey, Hösl Plössl, Hartinger und Stöckl bewirtschafteten die Höfe. Zur Hofmark Fuchsberg reichten Bayr und Scharf Abgaben. Zur Hofmark Guteneck reichten Wildenauer, Schmidt und die Witwe des Müllers Hans Stauber.[15][16]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Unterkatzbach die Ortschaften Unterkatzbach und Luigendorf sowie das zur Gutsherrschaft Guteneck gehörende Herrnbergholz. Es gab 19 Häuser mit 131 Einwohner. Es gehörten 250 Morgen Äcker, 80 Morgen Wiesen, 50 Morgen Holz, 3 Weiher, 15 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 1 Pferde, 48 Ochsen, 36 Kühe, 30 Stück Jungvieh, 50 Schafe und 20 Schweine.[17]
1811 gehörte zur Obmannschaft Schwarzach die Orte Schwarzach, Willhof, Luigendorf, Unterkatzbach, Stabhof und Unterkonhof.[18]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Unteraich mit 45 Familien gebildet. Unteraich hatte12 Familien, Mitteraich 8 Familien, Oberaich 5 Familien, Unterkatzbach 10 Familien und Luigendorf 10 Familien.[19]
1828 gehörte zur Gemeinde Unteraich die Orte Häuslberg, Luigendorf, Mitteraich, Oberaich und Unterkatzbach. Oberaich und Häuslberg hatten 6 Wohngebäuden mit 12 Familien und 60 Einwohnern, Luigendorf hatte 8 Wohngebäude mit 8 Familien und 62 Einwohner, Mitteraich hatte 8 Wohngebäude mit 9 Familien und 42 Einwohner, Unteraich hatte 11 Wohngebäude mit 11 Familien und 78 Einwohner und Unterkatzbach hatte 12 Wohngebäude mit 13 Familien und 85 Einwohner.[20]
1842 waren alle Bewohner katholisch. Unterkatzbach gehörte zur Pfarrei Weidenthal.[21]
1964 gehörte zur Gemeinde Unteraich die Orte Luigendorf mit 7 Häuser und 46 Einwohner, Mitteraich 7 Häuser und 48 Einwohner, Oberaich 7 Häuser und 38 Einwohner, Oberaich 7 Wohngebäude und 38 Einwohner, Unteraich 12 Häuser und 62 Einwohner und Unterkatzbach 14 Häuser und 80 Einwohner.[22] Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Unteraich in die Gemeinde Guteneck eingegliedert.
Historische Straßen
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
|---|---|
| 8 | Unterkatzbacher Mühle |
Weblinks
Commons: Unterkatzbach (Guteneck) – Sammlung von Bildern
- Unterkatzbach In: BayernAtlas
- Unterkatzbach In: Bavarikon
- Unterkatzbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Unterkatzbach In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 190 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Unterkatzbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Unterkatzbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ StAAm, Standbuch 29
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 335
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 335
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 351
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 87
- ↑ StAAm, Specifikation 1712
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 335, 371
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 403
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 415
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 431