St. Matthäus (Wurz)

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Koordinaten: 49° 46' 20.31" N, 12° 11' 0.34" E

St. Matthäus
Datei:Kirche 2 in Wurz.JPG
St. Matthäus in Wurz
Adresse:Kirchplatz (Püchersreuth) 3
92715 Püchersreuth
BLfD-ID:D-3-74-150-28
Datei:Wikidata-Archi38.svgQ41423765  Datei:Commons-logo.svg St._Matth%C3%A4us_(Wurz)  Datei:Wikipedia icon 45x45.jpgSt. Matthäus (Wurz)
Datei:WurzKirche 02 (retouched).JPG
Blick zum Chor

Die römisch-katholische, denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Matthäus steht in Wurz, einem Gemeindeteil der Gemeinde Püchersreuth im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz. Die Kirche gehört zum Bistum Regensburg.

Beschreibung

Die Innenräume des eingezogenen, rechteckigen Chors und des Seitenschiffs sind mit Stichkappengewölben überspannt, der Innenraum des Mittelschiffs mit einer modernen hölzernen Flachdecke. Auf der Empore, an deren Brüstung dreizehn Apostel dargestellt sind, steht die Orgel. Der Kirchturm, der im Kern vom Vorgängerbau stammt, steht an der südwestlichen Ecke des Langhauses.

Seitenaltäre

Das Altarbild des linken Seitenaltares zeigt die Kreuzabnahme Christi und ein Gnadenbild Mariens. Das Bild wird eingerahmt von den Figuren der Heiligen Petrus und Paulus. Der rechte Seitenaltar ist dem Heiligen Wendelin geweiht. Das Altarbild wird von Figuren des Heiligen Jakobus d. J. und Philippus flankiert.[1]

Datei:WurzKirche 13.JPG
Rosenkranzmadonna

Rosenkranzmadonna

Im Chorbogen hängt eine Rosenkranzmadonna aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist bemerkenswert in der Gestaltung, da sie über sechs Gesätze verfügt.[1][2]

Datei:WurzKirche 18.JPG
Bronzestatue des Apostel und Evangelisten Matthäus

Matthäus-Statue

Seit 1984 steht auf dem Platz an der Ostseite der Kirche eine Bronzestatue des Bildhauers Max Fischer aus Neustadt. Sie stellt den Kirchenpatron, Apostel und Evangelisten Matthäus dar, symbolisiert seinen glühenden Eifer, die Lehre Jesu zu verbreiten.[1]

Taufstein

Der Taufstein ist mit einem geschnitzten Holzdeckel verziert und trägt die Jahreszahl 1761.[1]

Geschichte

Wann die erste Kirche in Wurz erbaut wurde, steht nicht fest. 1428 plünderten und brandschatzten die Hussiten Wurz. Wurz wurde spätestens 1438 der Zisterzienserabtei Waldsassen inkorporiert. 1448 bat der waldsassische Pfarrvikar Erhart Perman die Gläubigen um Spenden zum Wiederaufbau der Kirche. Im Staatsarchiv Amberg findet man auf einem Plan um 1657-76 bereits ein Gotteshaus mit einem wuchtigen, romanischen Turm abgebildet. Durch ihn betrat man die Kirche. Das blieb auch bei der 1689 konsekrierten Kirche so. 1787 erhöhte man den Turm auf vier Geschosse. Die unteren drei Geschosse wurden verputzt. Das Obergeschoss erhielt eine Sandsteinverblendung, dieser beherbergt die Turmuhr und den Glockenstuhl. Anstelle des Pyramidendachs wurde eine Zwiebelhaube mit vergoldeter Wetterfahne aufgesetzt.[1][2]

Das Gewölbe stürzte am 17. Februar 1933 kurz nach der Frühmesse mit donnerndem Getöse ein. Kirchenbesucher befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht mehr im Raum. Die Außenmauern wurden abgerissen, lediglich der Turm bleib erhalten. Der Regensburger Architekt Heinrich Hauberrisser plante die neue Kirche länger und breiter. Sie erhielt ein Seitenschiff, eine Kassettendecke, eine geräumige Sakristei, eine breite Empore und einen eigenen Haupteingang. Am 16. Mai 1935 konsekrierte Bischof Buchberger die überwiegend von Wurzer Handwerkern erbaute Kirche. Innen wurde die Kirche 1984 restauriert, außen im Jahr 1979. 1995 restaurierte die Firma R. Eis aus Lappersdorf die Innenkirche, alle Altäre, Bilder und Statuen. Auch das morsche Gebälk im Turm wurde erneuert.[1][2]

Literatur

Einzelnachweise

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