St. Margareta Frankenhof

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Koordinaten: 49° 31' 20.24" N, 11° 42' 42.70" E

St. Margareta Frankenhof
Filialkirche St. Margareta in Frankenhof
Adresse:Frankenhof
92278 Illschwang
BLfD-ID:D-3-71-131-11
Wahrscheinlich fehlt die Wikidata-Verknüpfung: Q41404827 (St._Margareta_Frankenhof)

St. Margareta in Frankenhof

Die Filialkirche St. Margareta in Frankenhof gehört zu den bedeutenden Simultankirchen der Oberpfalz. Sie wird bis heute von der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde gemeinsam genutzt. Die Kirche ist der heiligen Margareta geweiht, einer der drei Frauen unter den Vierzehn Nothelfern.

Geschichte

Die Kirche von Frankenhof wird erstmals 1323 als zum Kloster Kastl gehörig erwähnt. Aus dem Jahr 1649 stammt eine Nachricht, nach der das „Rote Kirchlein zu Frankenhof“ ein vielbesuchter Wallfahrtsort gewesen sei, der den Vierzehn Nothelfern geweiht war. Mit der Einführung des Simultaneums im Herzogtum Pfalz-Sulzbach wurde auch in Frankenhof im Jahr 1653 die gemeinsame Nutzung durch katholische und evangelische Christen eingeführt. Zwischen 1733 und 1743 wurde die heutige Kirche neu errichtet. Mit der Weihe im Jahr 1739 wechselte das Patrozinium zu St. Margareta. Im Zuge der Säkularisation sollte die Kirche 1803 wegen der hohen Unterhaltungskosten abgebrochen werden. Der Illschwanger Pfarrer Edmund Dorfner konnte jedoch gegenüber dem Sulzbacher Rentamt nachweisen, dass die Kirche aufgrund der Größe der Pfarrei mit rund 40 Ortschaften unverzichtbar sei, insbesondere als Ausweichkirche im Falle eines Brandes der Pfarrkirche in Illschwang. 1938 endete ein langjähriger Rechtsstreit um die Auflösung des Simultaneums. Seitdem sind beide Konfessionen zu gleichen Teilen Eigentümer der Kirche.

Innenraum und Ausstattung

Die schlichte Innenausstattung wird besonders durch die Altäre, Gemälde und die Orgel geprägt. Altar und Kanzel stammen aus dem Jahr 1882. Seit dieser Zeit schmückt ein Bild der heiligen Margareta den Altar. Das frühere Altarbild befindet sich heute an der südlichen Seitenwand. Besonders eindrucksvoll sind die Gemälde links und rechts im Kirchenschiff, die den Kreuzweg darstellen und dem schlichten Kirchenraum eine besondere Wirkung verleihen. Die Orgel wurde 1891 von der Orgelbaufirma Steinmeyer aus Öttingen geschaffen.

Literatur

Franz Wehrl: Simultankirche St. Vitus. Eichstätt 2003. Förderverein Simultankirchen in der Oberpfalz e. V. (Hrsg.): St. Margareta. 2015.

Weblinks

Simultankirchen in der Oberpfalz