Schwertattacke (von 2004)

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Mord in einem Waffengeschäft


Wo

in einem Amberger Waffengeschäft in der Unteren Nabburger Straße Ecke Paulanergasse


Geschichte

Am 11. Oktober 2004 betrat ein zu diesem Zeitpunkt 22-jähriger Student ein Waffengeschäft in der Amberger Innenstadt. Er interessierte sich zunächst für ein Schwert und kaufte schließlich ein Samuraischwert. Kurz darauf griff er damit den 50-jährigen Inhaber des Geschäfts an. Das Opfer floh schwer verletzt in ein benachbartes Haushaltswaren Geschäft, wohin ihm der Angreifer folgte. Angestellte und Kunden warfen Gegenstände auf den Täter. Ein zufällig anwesendes Bayern-3-Radioteam wurde Zeuge. Der Täter bedrohte einen Zeugen, der eingreifen wollte. Das Opfer konnte nochmals fliehen, wurde aber auf einer weiteren Treppe eingeholt und tödlich verletzt. Danach rannte der Täter mit dem blutverschmierten Schwert auf die Straße und wurde von der Polizei widerstandslos festgenommen.

Urteil

Der Täter gab an, in dem Opfer "den Teufel gesehen" zu haben. Er habe den Auftrag gehabt, den Teufel zu töten. Er handelte auf Befehhl von von Erzengel Gabriel. Die Tat war nach den späteren psychiatrischen Feststellungen kein gewöhnlicher Raub- oder Beziehungsmord. Der Täter befand sich nach Einschätzung der Gutachter in einem schweren psychotischen Zustand. Im Prozess 2005 wurde bekannt, dass er an einer paranoiden Schizophrenie litt. Das Landgericht Amberg ordnete im November 2005 die dauerhafte Unterbringung des Täters in einer psychiatrischen Klinik an.

Einzelnachweis


https://www.stern.de/panorama/verbrechen/amberg-mord-mit-dem-samurai-schwert-3554622.html

https://www.welt.de/vermischtes/article176452/Kranker-Ninja-Moerder-jagte-Teufel.html

https://rp-online.de/panorama/deutschland/angeklagter-gesteht-samuraischwert-attacke_aid-17006673

https://www.mz.de/panorama/nach-todlicher-schwert-attacke-tater-in-geschlossener-anstalt-untergebracht-3046294