Schwammerl
Koordinaten: 49° 27' 14.77" N, 11° 52' 8.48" E
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Als Schwammerl wird ein beliebter Aussichtspunkt am Mariahilfberg in Amberg bezeichnet.
Geschichte
Das Schwammerl wurde von Johann Rieß erbaut.[1]
Mitte der 1970er Jahre war das Schwammerl marode. In der Ausgabe der Amberger Zeitung vom 12. November 1976 wird in einem Artikel mit der Überschrift „Für das Nabburger Tor reicht das Geld nicht“ auch das Schwammerl erwähnt. Dort heißt es, Stadtbaudirektor Erwin Forster habe „drohenden Verfall der gelockerten Fundamente und der morschen Holzkonstruktion, des nicht mehr standfesten Daches“ festgestellt. Weiter berichtete die Zeitung damals: „Abbruch und Neubau — wie es der Stadtbaudirektor riet – oder Sanierung (...) sind die einzigen Alternativen.“ Dass es letztlich nicht zum Abriss kam, ist dem Engagement zahlreicher Amberger zu verdanken. Karl Müller, damals junger Lehrer für die Zimmerleute an der Berufsschule, las nach eigenen Angaben in der Amberger Zeitung, dass das Schwammerl baufällig wäre und eventuell sogar abgerissen werden solle. Daraufhin habe er das Projekt besichtigt und seinem damaligen Schulleiter Oberstudienrat Mühlbauer vorgeschlagen, das Schwammerl gemeinsam mit seinen Schülern zu reparieren. Der Schulleiter habe dies Oberbürgermeister Franz Prechtl mitgeteilt, der die Idee wiederum in einer Stadtratssitzung bekanntgab. Stadtrat Bösl stiftete das Holz, Stadtrat Hans Platzer das Kupferblech, die Spenglerei Baumgärtner erklärte sich bereit, das Dach kostenlos einzudecken. Die Firma Mickan übernahm die Erneuerung des Sockels. In der Ausgabe der Amberger Zeitung vom 21. Juli 1977 wurde unter der Überschrift „Wieder behütet vom Fliegenschwammerl“ der Abschluss des Projekts vermeldet.[1]
Im Jahr 2026 wurde das Schwammerl saniert. Die Baumstämme für die Hangabsicherung stellte das Forstamt Amberg zur Verfügung, während die neuen Granit-Treppenstufen durch ein Sponsoring der BayWa unterstützt wurden. Das Schotterwerk Pongratz aus Wolfsbach beteiligte sich bei den Sanierungsarbeiten mit Schottermaterial. Der Landschaftsgärtner Georg Nägerl installierte rechtzeitig vor dem Bergfest die Hangabsicherung mit Baumstämmen und befestigte den Untergrund mit Schotter. Unterstützt wurde die Sanierung von Klaus Herdegen, der DEPRAG SCHULZ GmbH und der Schreinerei Eichenseer aus Fiederhof. Die Beratung und Organisation der Maßnahmen übernahm der Architekt Andreas Hirsch von evh Architekten zusammen mit dem Stadtmarketing Amberg.[2]
Weblinks
- Andrea Mußemann: Amberger Schwammerl am Mariahilfberg wohl über 150 Jahre alt, in: onetz.de. Oberpfalz Medien GmbH, vom 8. Mai 2026, abgerufen am 12. Mai 2026
- Stadtmarketing Amberg: Schwammerl am Mariahilfberg
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Andrea Mußemann: Amberger Schwammerl am Mariahilfberg wohl über 150 Jahre alt, in: onetz.de. Oberpfalz Medien GmbH, vom 8. Mai 2026, abgerufen am 12. Mai 2026
- ↑ Makeover für unser Schwammerl am Mariahilfberg, abgerufen am 12. Mai 2026