Schloss Drahthammer
Koordinaten: 49° 26' 0.08" N, 11° 52' 14.93" E
| Schloss Drahthammer | |
|---|---|
| Adresse: | Drahthammerstraße 30 92224 Amberg |
| BLfD-ID: | D-3-61-000-45 |
Das Schloss Drahthammer ist ein denkmalgeschütztes ehemaliges Hammerschloss in der Stadt Amberg in Bayern. Der ehemalige Hammerherrensitz ist teilweise erhalten und beherbergt heute ein Hotel, das sogenannte Drahthammer Schlößl.
Geschichte
Den Amberger Bürgern war von Kaiser Ludwig 1325 das Recht bestätigt worden, dass sie vor keine andere Landschranne geladen werden sollten als „die da heißet zu der Aychenenstauden“, das war südlich von Amberg bei der Neumühle, die später den Namen Drahthammer annahm.[1] Diese Neumühle oder dieser Drahthammer darf nicht mit der Neumühle oberhalb Ambergs verwechselt werden, die schon 1326 zu einem Eisenhammer ausgebaut war.
In Drahthammer oder Neuenmühl befand sich also auch ein Eisenwerk, der vom Wasser der Vils gespeist wurde und das wohl auf die Drahtproduktion spezialisiert war. 1559 kaufte die Stadt Amberg das Gelände, stellte jedoch die Drahtzieherei ein.[2] Aus einem Bericht des Johann German Barbing an den Kurfürsten Ferdinand Maria vom 16. Januar 1666 heißt es zum Drahthammer: „Tradthammer. Ein Drahthammer nächst an der Stadt Amberg gelegen, gehört Bürgermeister und Rat allda; das Hammerwerk ist alles zu grunde gegangen und an dessen statt ist eine Mühle samt einer „Seeg“ erbaut worden. Zum Wiederaufbau hat die Stadt kein Vermögen.“[3]
1986 wurde das historische Gebäudeensemble umfassend restauriert und in ein Hotel umgewandelt. Für Tagungen, Hochzeiten und andere Veranstaltungen gibt es verschiedene Räumlichkeiten. Zudem stehen 43 Hotelzimmer zur Verfügung.[2]
In Drahthammer befand sich auch ein Bahnhof der Bahnstrecke Amberg–Schmidmühlen und Bahnstrecke Drahthammer–Lauterhofen.[4]
Baubeschreibung
Heute steht hier ein zweigeschossiger und giebelständiger Steildachbau mit Fachwerk, Zwerchhaus-Risalit und Altane, errichtet um 1910 im barockisierenden Heimatstil. Der dazugehörende Stadel ist ein giebelständiger Steildachbauaus dem 17. Jahrhundert, der modern stark verändert wurde.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Georg Leingärtner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 24: Landrichteramt Amberg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1971, ISBN 3-7696-9800-2, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00007658-9, S. 16
- ↑ 2,0 2,1 Burgen und Schlösser. Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Hrsg.: Landkreis Amberg-Sulzbach, Amberg, S. 18 (online verfügbar auf https://amberg-sulzbacher-land.de/wp-content/uploads/2025/10/Burgen-und-Schloesser_WEB.pdf)
- ↑ Denk, Julius: Beiträge zur Geschichte des Berg- und Hammerwesens in der churfürstlichen Oberpfalz. 1902. S. 182.
- ↑ Spurensuche: Die Vilstalstrecke Amberg - Schmidmühlen Teil I auf Drehscheibe Online.
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