Roßstein
Ist eine Burgruine im Hirschwald
Lage und Zuwegung
Rossstein liegt in der Nähe von Schmidmühlen und Hohenburg mitten im einsamen Taubenbacher Forst.
Mit dem Auto von Schmidmühlen,
Schmidmühlen Richtung Hohenburg verlassen und weiter bis Winbuch. Von dort Richtung Egelsheim und Voggenhof. Kurz vor Voggenhof nach rechts dem Taubenbachtal folgen bis zum Spießhof. Dort parken und den Wegweisern Ruine folgen.
Oder Wanderung von Rieden
Die Markierung Nummer 10 bringt uns in einen der kleinfeinen Naturparks Deutschlands, den Naturpark Hirschwald. Der Naturpark liegt in der Urlaubsregion Bayerischer Jura im Amberg-Sulzbacher Land, knapp 40km östlich von Nürnberg und etwa 60km nördlich von Regensburg und beschreibt sich als das grüne Herz der Oberpfalz. Wir wandern in einer waldreichen Schlaufe mit Start und Ziel in Rieden, kommen durch Kreuth zur Ruine Roßstein vor Spieshof. Rieden, wo es einst eine Burg gab, wird im Osten von der Vils umarmt, liegt an deren Unterlauf, rund 18km von ihrer Mündung in die Naab bei Kallmünz entfernt. Vom Rathaus der Marktgemeinde Rieden, hinter uns ist die Kirche Maria Himmelfahrt aus der Zeit um 1717, geht’s im Uhrzeigersinn los mit der Forststraße in südwestliche Richtung aus dem Ort heraus. Durch die offene Wiesen-Feldlandschaft kommen wir aufwärts nach Kreuth und am großen Ostbayerischen Pferdesport- und Turnierzentrum vorbei sowie an einem Gehegewäldchen. Wir wandern durch den Mischwald und haben nach ca. 6,8km die Burgruine Roßstein vor uns, die ihre Mauerreste auf einem Sporn in den Kontrast zur Waldumgebung präsentiert. Dann kommen wir abwärts durch den Weiler Spieshof und wandern durchs Taubenbachtal. Vor diesem Weiler biegen wir nach rechts und durch den Wald gelangen wir aufsteigend über die Höhen Brunnberg (502m) und Schallerberg (503m) im Taubenbacher Forst. Wenn sich der Wald lichtet, geht’s abwärts durch die Flur nach Rieden zurück.
Geschichte
Die Burg Roßstein muss Nachweisen zufolge um 1331 entstanden sein. Als Erbauer wird Konrad Erlheimer vermutet.
Eine Aufgabe der Burg Roßstein könnte darin bestanden haben, die Eisenstraße nach Amberg und die Alte Straße zu überwachen. Ebenso denkbar wäre die Sicherung der Grenze zwischen der Regensburger Herrschaft Hohenburg, der Pfalz und Bayern gewesen sein.
1411 wurde die Burg bei einem Brand schwer in Mitleidenschaft gezogen und musste anschließend komplett saniert werden. Allerdings hatte sich die Sache mit dem Wiederaufbau schnell erledigt, da man das Interesse daran verlor. Ein weiterer Brand schaffte die Burg endgültig, sie wurde danach nicht erneuert sondern um 1563 als Steinbruch benutzt.
Die Ruine des Wohnturmes, Mauerreste der Hauptburg und Wälle und Gräben der Vorburg sind heute noch erhalten.
Literatur
- Ursula Pfistermeister - Burgen der Oberpfalz – Burgen und Schlösser der Oberpfalz | Regensburg, 1974.
- S. Codreanu-Windauer: Hohenburg-Egelsheim: Burgruine Roßstein (Führer zu archäol. Denkmälern in Deutschland 44, S. 125.) (2004)
- S. Helml: Burgen und Schlösser im Kreis Amberg (1991), S. 186.
- Karl Wächter, Günter Moser - Auf den Spuren von Rittern und Edelleuten im Landkreis Amberg-Sulzbach. | Amberg, 1992.
Wissenswertes
Jederzeit frei zugänglich, keine Einschränkungen beim Filmen und Fotografieren. Nicht barrierefrei
Auch wenn von der Burgruine selbst nicht mehr viel zu sehen ist, lohnt sich ein Besuch, vor allem wenn man ihn mit einer Wanderung durch das schöne Taubenbachtal und den einsamen Taubenbacher Forst verbindet.
Weblinks
https://burgenseite.de/html/rossstein.html
https://www.burgenwelt.org/deutschland/rossstein/object.php
https://www.ostbayern-tourismus.de/attraktionen/burgruine-rossstein-af7fa6a17b
https://www.ich-geh-wandern.de/von-rieden-zur-burgruine-rossstein-naturpark-hirschwald
https://mapy.com/de/turisticka?source=osm&id=12968117&x=11.8733809&y=49.3092003&z=17 <ref>
Einzelnachweise
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