Oberkatzbach (Guteneck)
Koordinaten: 49° 26' 49.88" N, 12° 17' 16.80" E
| Oberkatzbach (Guteneck) | |
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Oberkatzbach Panorama 2023 | |
| PLZ/Ort: | 92543 Oberkatzbach |
Oberkatzbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Guteneck im Landkreis Schwandorf im Regierungsbezirk Oberpfalz in Bayern.
Geographie
Oberkatzbach liegt 1 Kilometer nordöstlich von Guteneck am Katzbach. Der Katzbach trennt die beiden Ortsteile von Oberkatzbach. Die Kreisstraße SAD 39 führt durch den Ort.
Historische Schreibweisen
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Namensdeutung
Der Ortsname leitet sich von einer Siedlung ab, die an einem Bach gegründet wurde bei der sich (Wild-)Katzen aufhielten.[1]
Geschichte
Oberkatzbach wird 1333 erstmals erwähnt. 1345 und 1354 wird der Ort in den Amtsbüchern des Kloster Schönthal genannt.[2]
1473 mussten 4 Bauern 2 Schilling 7 Pfennig und 1 Heller an Zinsen geben. Kunz Leytner, Hans Lewtel, Fritz Batz und Simon Lintel bewirtschafteten die Höfe.[3]
1513 zinsten Jakob Leitner 1 Schilling von einem Hof, Stefan Leitner von einem Halbhof 15 Pfennig, Hans Leitner von einem Lehen 10 Pfennig und Erhard Stainl 7 ½ Pfennig von einem Hof.[4][5]
1596 wird ein ganzer Hof, 1 Dreiviertelhof, 1 Halbhof und 1 Mühle genannt.[6]
1606 gab es einen Hof und 3 Güter auf denen die Familien Leutl und Lorenz saßen. Sie besaßen 6 Ochsen, 7 Kühe, 9 Rinder, 6 Schweine, 2 Stiere, 63 Schafe, 2 Frischlinge und steuerten 10 Gulden 42 ½ Kreuzer.[7][8]
1634 zinsten die 4 Bauern Georg Pauman, Peter Pock, Georg Riegel und Erhard Salz.[9]<
1721 gab es 3 Höfe die zum Amt Nabburg zinsten auf denen die Bauern Adam Pösl, Wolf Lobinger und Sebastian Haas saßen. 6 Höfe gehörten zur Hofmark Guteneck. Hans Haas, Hans Widerer und Wolf Hardinger hatten einen ganzen Hof, Lorenz Willmauer einen Viertelhof, Stephan Sturzer eine Mühle und einen 1/8 Hof und Georg Scheyerer einen Viertelhof.[10][11]
1762 zinste Hans Melchior Pösl, Paul Haindl und Jacob Landgraf zum Amt Nabburg. Zur Hofmark Guteneck zinsten die Bauern Lorenz Pösl, Michael Hartinger, Hans Wolf Griesman, Georg Giehrl, Hans Wildenauer. Jakob Landgraf war Müller in Oberkatzbach.[12][13]
Steuerdistrikte
1808 umfasste der Steuerdistrikt Guteneck die Ortschaften Guteneck, mit dem Schloss des Grafen von Kreuth und Oberkatzbach, der Einöde Felsmühle sowie dem zum Gut Weidenthal gehörenden Lanzenholz in der Lanzen. Es gab 42 Häuser mit 258 Einwohner. Es gehörten 120 Morgen Äcker, 40 Morgen Wiesen, 36 Morgen Holz, 3 Weiher, 8 Morgen öde Gründe und Wege dazu. Sie hatten 3 Pferde, 44 Ochsen, 36 Kühe, 40 Stück Jungvieh, 40 Schafe und 16 Schweine.[14]
1811 gehörte zur Obmannschaft Unteraich die Orte Unteraich, Mitteraich, Oberaich, Pischdorf, Guteneck, Oberkatzbach, Häuslberg und Maximilianshof.[15]
Gemeindebildung
1818 wurde die Gemeinde Guteneck mit 127 Familien gebildet. Es gehörten die Orte Guteneck mit 49 Familien, Felsmühle mit 3 Familien, Oberkatzbach mit 16 Familien, Trichenricht mit 24 Familien und Weidenthal mit 35 Familien dazu.[16]
Zur Gemeinde Guteneck gehörte 1828 Felsmühle mit 1 Wohngebäude mit 1 Familie und 6 Einwohner, Guteneck mit 30 Wohngebäuden mit 43 Familien und 180 Einwohner, Oberkatzbach mit 13 Wohngebäuden mit 19 Familien und 94 Einwohner, Trichenricht mit 18 Wohngebäuden mit 22 Familien und 113 Einwohner und Weidenthal mit 24 Wohngebäuden mit 30 Familien und 153 Einwohner.[17] 1842 waren alle Bewohner katholisch.
1964 hatte Felsmühle 2 Wohngebäude mit 10 Einwohnern, Guteneck 45 Wohngebäude mit 230 Einwohner, Oberkatzbach 11 Wohngebäude mit 78 Einwohner, Trichenricht 14 Wohngebäude mit 80 Einwohner und Weidenthal 23 Wohngebäude mit 123 Einwohner. [18]
Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Pischdorf und Unteraich in die Gemeinde Guteneck eingegliedert und am 1. Mai 1978 kamen Ortsteile aus der Gemeinde Hohentreswitz dazu.
Historische Straßen
Gebäude/Einrichtungen/Firmen
| Hausnummer | Gebäude |
|---|---|
| 9 | Oberkatzbachmühle |
Weblinks
Commons: Oberkatzbach (Guteneck) – Sammlung von Bildern
- Oberkatzbach In: BayernAtlas
- Oberkatzbach In: Bavarikon
- Oberkatzbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- Oberkatzbach In: Geschichte Bayerns, Repositorium
- Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits der Rhein. [36], Pfreimt (1818)
- 190 Karten In: Bayerische Landesbibliothek Online
Literatur
- Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
Einzelnachweise
- ↑ Oberkatzbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ Oberkatzbach In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz
- ↑ StAAm, Standbuch 29
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 76
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 92. Türkensteuer 1606. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, P&P Printmanagement, Trabelsdorf, 2024
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 49. Nabburger Untertanen im Jahre 1513 und 1634. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, 2009
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 85. Herdstattbeschreibung 1721. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2021
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317
- ↑ Rita Maria Scharl: Familienkundliche Beiträge, Heft 89. Haupftbeschreibung des Pflegamtes Nabburg von 1762. Hrsg.: Gesellschaft für Familienforschung in der Oberpfalz, Der neue Kopierer, Regensburg, 2023
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 317
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 399
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 407
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 415
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 422
- ↑ Elisabeth Müller-Luckner: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 50: Nabburg. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-7696-9915-7, S. 422