Karl Borromäus Kramer

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Karl Borromäus Kramer
Geburtsdatum:24. Oktober 1881
Sterbedatum:27. März 1945
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Karl Borromäus Kramer (* 24. Oktober 1881 in Deggendorf; † 27. März 1945 in Landsberg am Lech) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher und Märtyrer.

Leben

Karl Kramer wuchs in Deggendorf und Kandlbach (Rinchnach) auf. Ab 1891 besuchte er das St.-Michaels-Gymnasium der Benediktinerabtei Metten. 1900 trat er in das Priesterseminar Regensburg ein und wurde am 4. Juli 1905 durch Bischof Ignatius von Senestrey zum Priester geweiht. Die Stationen seines Wirkens waren: Gotteszell (1905), Neukirchen beim Heiligen Blut (1906), Prackenbach (1906), Elisabethszell (1909), Viechtach (1909), Hirschau (1912) und Vohenstrauß-Waldau (1913–1927), wo er zum Ehrenbürger ernannt wurde.

1927 wurde er Pfarrer von Schnaittenbach. Dort wandte er sich gegen die antireligiöse Kindererziehung durch die Nationalsozialisten und bekam Unterrichtsverbot. 1944 wurde er wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Ab dem 6. November 1944 saß er im Gefängnis Landsberg ein. Kurz vor Ende der Haft erkrankte er und starb nach acht Tagen Krankenhausaufenthalt am 27. März 1945 im Alter von 63 Jahren.

Aufgrund des Krieges konnte Kramers Leichnam nicht sofort nach Schnaittenbach überführt werden. So wurde Pfarrer Karl Borromäus Kramer am Karsamstag im Priestergrab im städtischen Friedhof in Landshut beerdigt. Erst im November 1945 wurde sein Leichnam von Mesner Josef Reindl und weiteren Schnaittenbachern heimgeholt und im dortigen Priestergrab beigesetzt.[1]

Gedenken

Gedenktafel für Karl Borromäus Kramer an der Außenseite der katholischen Pfarrkirche St. Vitus

Die Römisch-katholische Kirche in Deutschland hat Karl Borromäus Kramer als Märtyrer aus der Zeit des Nationalsozialismus in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen.[2] Seit 1995 erinnert an der Außenwand der Stadtpfarrkirche St. Vitus von Schnaittenbach eine vom Bildhauer Günter Mauermann gestaltete Gedenktafel an ihn, zudem wurde die südlich der Pfarrkiche verlaufende Pfarrer-Kramer-Straße nach ihm benannt.[3]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Markus Nagler: Vor 80 Jahren stirbt Schnaittenbacher Pfarrer Karl Kramer als Opfer der NS-Diktatur, in: onetz.de. Oberpfalz Medien GmbH, vom 26. März 2025, abgerufen am 26. Juli 2026
  2. Bistum Regensburg, abgerufen am 26. Juli 2026
  3. Heinz Steinkohl: Stadt Schnaittenbach. In: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg Regionalgruppe Amberg (Hrsg.): DER EISENGAU 47/2017, Amberg 2017, S. 160-167
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