Josef Kehrer

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Josef Kehrer
Geburtsdatum:14. Oktober 1909
Sterbedatum:30. April 1945
Q105725063  Josef Kehrer  141015268

Josef Kehrer (* 14. Oktober 1909 in Wernberg-Köblitz; † 30. April 1945 ebenda) war ein deutscher römisch-katholischer Landrat und Märtyrer.

Leben

Josef Kehrer war zusammen mit Monsignore Adalbert Vogl, Josef Bruckmayer, Hans Riehl, Ludwig Schön, Martin Seidel, Josef Stegmair, Max Storfinger und Adam Wehnert Ende April 1945 Opfer der zu den Endphaseverbrechen zählenden Bürgermorde von Altötting. Im Moment des Heranrückens der US-Truppen hatten sie versucht, ihre Heimatstadt von der NS-Herrschaft zu befreien, um damit eine Zerstörung zu verhindern.

Josef Kehrer war der amtierende Landrat des Landkreises Altötting. Als Studienfreund von Rupprecht Gerngross hatte er Kenntnis von dessen Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern und führte (zeitgleich zu dem Münchener Aufstand) den Aufstand in Altötting. Beide misslangen. Das Landratsamt wurde am 28. April von der SS besetzt und Kehrer so schwer verletzt, dass er am 30. April starb.[1]

Gedenken

Die deutsche Römisch-katholische Kirche hat Josef Kehrer als Märtyrer aus der Zeit des Nationalsozialismus in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen. In seinem Geburtsort Wernberg-Köblitz wurde ihm zu Ehren die Gedenkstätte für Josef Kehrer errichtet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wurster S. 619
Diese Seite basiert ursprünglich auf der Seite Josef Kehrer aus der freien deutschsprachigen Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons „Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ 4.0 International (CC BY-SA 4.0). In der deutschsprachigen Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren einsehbar. Seit ihrem Import wird die Seite kontinuierlich ergänzt.