Johann Böhm
| Johann Böhm | |
|---|---|
| Geburtsdatum: | 18. Oktober 1937 |
Johann Böhm (* 18. Oktober 1937 in Daßnitz) ist Jurist und war Landtagsabgeordneter. Er ist zudem als Seminarlehrer, Heimatforscher und Schriftsteller tätig. 2009 erhielt er den Nordgaupreis des Oberpfälzer Kulturbundes für Nordgauförderung.
Leben und Wirken
Johann Böhm der 1937 in Daßnitz, dem heutigen Tschechien geboren wurde, musste seine Heimat 1947 im Zuge der Vertreibung der deutschen Bevölkerung zusammen mit seiner Familie verlassen, die sich in Unterfranken niederließ. In Würzburg besuchte er dann das Gymnasium, nach dessen Abschluss sich zunächst der Wehrdienst und dann ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften anschlossen. Nach der Staatsprüfung als juristischer Staatsbeamter arbeitete er in Würzburg und Bad Neustadt, bis er 1974 in den Bayerischen Landtag gewählt wurde, dessen Präsident er von 1994 bis 2003 war. Er bekleidete unter anderem die Position des Staatssekretärs und leitete die Bayerische Staatskanzlei.
Neben seinen umfangreichen politischen Aktivitäten engagierte sich Böhm für die Heimatpflege und Kulturarbeit, indem er als Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege und Sudetendeutsche Stiftung fungierte. Außerdem betätigte er sich musikalisch als Gründe und Leiter des Neumarkter Gesangsvereins 1860. Zur Anerkennung seiner Bemühungen um die Heimatpflege und die Förderung des Nordgaugedankens wurde ihm 2009 der Nordgaupreis für Nordgauförderung verliehen.[1] Zudem wurde er durch weitere Auszeichnungen wie etwa dem Bundesverdienstkreuz geehrt.[2]
weiterführende Literatur
Weidinger, Wilhelm: Laudatio für Landtagspräsident a.D. Johann Böhm anlässlich der Verleihung des Bayerischen Nordgaupreises 2009 in Amberg
Die Oberpfalz 79, S. 225.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 OKB Personendatenbank, abgerufen am 31. März 2026
- ↑ Wikipedia: Johann Böhm, abgerufen am 31. März.2026