Herz-Jesu-Kapelle Höflas
| Herz-Jesu-Kapelle Höflas | |
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Die Herz-Jesu-Kapelle in Höflas | |
| Adresse: | Höflas, Ortsmitte 95519 Vorbach |
Die Herz-Jesu-Kapelle ist eine römisch-katholische Kapelle im Ortsteil Höflas der Gemeinde Vorbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Sie gehört zur Klosterpfarrei St. Johannes Evangelist Vorbach.
Geschichte
Auf Initiative des Höflaser Bürgermeisters Hans Hübner wurde 1987 ein Kapellenbauverein gegründet. Hübner wurde später aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.
Am 1. August 1987 stellte der erste Vereinsvorsitzende Eduard Raps der Mitgliederversammlung fünf von ihm entworfene Kapellenentwürfe vor. Auf Grundlage eines dieser Entwürfe fertigte der Architekt Zimmermann aus Speichersdorf einen ausführungsfähigen Plan an.
Der erste Spatenstich erfolgte am 15. April 1988. Drei Monate später nahm Pfarradministrator Eberhard Gottsmann aus Schlammersdorf die Grundsteinlegung vor. Die einzelnen Bauarbeiten wurden von Handwerkern aus der Region ausgeführt: Josef Wiesnet aus Ernstfeld fertigte die Dachkonstruktion, Johann Kraus übernahm die Schieferdeckung des Turms, Oswald Perl aus Schlammersdorf die Einblechung der Turmspitze und Alois Schusser das Turmkreuz.
Die Weihe der Kapelle fand am 9. Juni 1991 statt. Sie wurde von Domdekan Edmund Stauffer und dem Prälaten des Klosters Speinshart, Pater Hermann Wolf, vorgenommen.
Der Kapellenbauverein blieb auch nach der Fertigstellung aktiv. Er organisiert unter anderem Weihefeste und setzt sich für den weiteren Ausbau der Kapelle ein. 2020 konnte er den Zugang mithilfe von ILE‑Mitteln barrierefrei gestalten.
Bauwerk
Die Kapelle ist etwa 10 m lang, 6 m breit und 5 m hoch. Sie besitzt einen gegenüber dem Gemeinderaum eingezogenen Chor. Die Ecken des Chores und des Gemeinderaums sind abgeschrägt.
Auf dem Dach des Chores sitzt ein Dachreiter mit spitzem Turmhelm und goldenem Kreuz. Im Dachreiter hängt die alte Ortsglocke aus dem Jahr 1924.
Ausstattung
Der Innenraum besitzt eine Holzdecke, die auch die abgeschrägten Ecken des Chores und des Gemeinderaums verkleidet.
An der Wand über dem Altar befindet sich ein großes griechisches Kreuz aus Kupferrohren. An den Enden der gleich langen Kreuzarme sind auf getriebenen Kupferplatten die vier Kardinaltugenden dargestellt: Tapferkeit, Mäßigung, Gerechtigkeit und Klugheit. In der Mitte des Kreuzes befindet sich ein Herz aus Glas mit einer Dornenkrone. Der Entwurf stammt von Eduard Raps, die Ausführung von Wolfgang Meier aus Bayreuth.
Auch der Ambo besteht aus Kupferrohren. Er wurde von Johann Hagn aus Weiden gefertigt. An seiner Vorderseite sind die Symbole Kreuz, Anker und zwei Fische angebracht. Darüber befinden sich die Symbole der vier Evangelisten: der Adler für Johannes, der Löwe für Markus, der Stier für Lukas und der geflügelte Mensch für Matthäus.
Der Osterleuchter wurde von Alois Schusser ebenfalls aus Kupferrohren gearbeitet. In seiner Mitte befindet sich ein Ankerkreuz mit der Buchstabenfolge „IC XC NIKA“, die übersetzt „Jesus Christus siegt“ bedeutet. Am Altar verweisen Darstellungen von Fisch und Broten auf die Eucharistie.
Seitlich des Altars stehen zwei Figuren: Maria mit dem Jesuskind und der Evangelist Johannes. Sie wurden von Josef Reichl aus Speichersdorf nach älteren Vorbildern geschnitzt.
Auch der Kreuzweg wurde von Eduard Raps entworfen und angefertigt.
Die sechs Glasfenster stammen von Ludwig Höller aus Eschenbach. Sie wurden in Rahmen eingesetzt, die Oswald Biersack gefertigt hatte. Die Fenster veranschaulichen die Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis: die Erschaffung des Lichts, des Himmelsgewölbes, von Land und Wasser, der Himmelskörper, der Meerestiere und Vögel sowie der Landtiere und des Menschen.
Quellen
Herz-Jesu-Kapelle (Höflas), Wikipedia https://ile-region-vierstaedtedreieck.de/projekte/laufend/regionalbudget/regionalbudget-2020/