Heimatbrunnen
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Der Heimatbrunnen ist ein Brunnen in Mitterteich. Er ist ein Wahrzeichen der Stadt.
Beschreibung
Für den Bau des Brunnens wurde Material aus der Umgebung verwendet: Waldassener Klinker, polierter Fichtelgebirgsgranit und der Abschluss des oberen Kranzes besteht aus Granit, der aus dem Schiffmann-Steinbruch in der Nähe von Großbüchlberg gebrochen wurde. Den Abschluss ziert ein Kinderpaar in Stiftländer Heimatracht, es standen die Kinder von Simon Löffelmann Modell.[1]
Geschichte
Der Stiftländer Heimatbrunnen wurde 1934 errichtet und 1935 zur 800-Jahr-Feier der Stadt fertiggestellt. Simon Löffelmann, der damalige Vorsitzende des Stiftländer Heimatvereins, regte zum Bau dieses Brunnens an. 2009 wurde das 75-jährige Bestehen bei einer kleinen Feierstunde begangen.
Wenn der Seibertsbach vor Errichtung der Bachmauer bei viel Regen vermehrt Wasser mit sich führte, war der gesamte Platz überschwemmt. Das änderte sich als 1921 die Bachregulierung durchgeführt wurde. Eine Mauer wurde hochgezogen und der Bach konnte nicht mehr über die Ufer treten. Der Platz diente früher schon als Holzlagerplatz. Es galt aber auch den Platz für die Zukunft zu gestalten. So stand zunächst ein Johannesdenkmal in der Mitte des Platzes.
1926 wurde der Stiftländer Heimatverein in Mitterteich gegründet. Als Vorsitzender wurde Simon Löffelmann gewählt. Er war ein sehr rühriger Vereinsvorsitzender und hatte allerlei Ideen und Durchsetzungskraft. Von ihm stammte die Idee, hier einen Brunnen zu bauen. Ein Symbol für Heimatliebe, Heimatpflege und ein Schmuckstück für die Stadt sollte er sein.
Nachdem der damalige Bürgermeister Otto Kögler die Zusage für die ständige Wasserzufuhr gegeben hatte, konnte der Plan umgesetzt werden. Hans Burger (Hausname Bouschl Hans) hatte bald einen Entwurf ausgearbeitet. Das Werk konnte begonnen werden. Im Herbst 1934 war der Brunnen fertig.
Nachdem der Brunnen wie eine Schale dastand, merkten sie, da fehlt noch ein krönender Abschluss – auch der wurde gefunden. Sie stellten einen Tisch in den leeren Brunnen. Darauf wurden die beiden ältesten Kinder von Simon Löffelmann – Guido und Lisbeth – in Stiftländer Heimattracht gestellt. Guido war neun Jahre, sie war sieben Jahre alt.
Ein Cousin von Simon Löffelmann, Adolf Löffelmann, ebenfalls ein gebürtiger Mitterteicher, und Ludwig Pfennig aus Waldsassen, schufen in vielen Stunden nach Feierabend Entwurf und Modell von den beiden Kindern in Tracht. Angefertigt wurde diese Form in der damaligen Mitterteicher Porzellanfabrik Rieber. Der Abguß zu dem Modell wurde aus Kunststein von der damals bekannten Firma Grillmayer aus Egerteich hergestellt.
Die Anlage neben dem Seibertsbach, wo auch die Anfänge Mitterteichs zu suchen sind, macht stets einen gepflegten Eindruck. Sie ist heute noch ein gerne gewählter Treffpunkt und Ruheplatz.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Heimatbrunnen Mitterteich, vom 24. Februar 2023, abgerufen am 9. August 2026