Gutmaning (Cham)

Gutmaning ist ein Gemeindeteil der Stadt Cham im Landkreis Cham in der Oberpfalz.
Lage
Gutmaning liegt rund drei Kilometer südöstlich von Cham an der Kreisstraße CHA 17 auf einer Höhe von 390 Metern. Östlich des Ortes erhebt sich der 471 Meter hohe Distelberg.
Historische Schreibformen des Ortsnamens Gutmaning
Aus den Jahren 1333/34 stammt die Schreibform „in Guͤtmaningen“ [1]. 1387 findet sich in einer Urkunde der Vermerk „zuͤ Gütmaning“ [2]. In einer weiteren Urkunde aus dem Jahre 1391 findet sich die Schreibweise „zu Guͤtmäning ... zu Gutmaͤning“ [3]. Eine weitere Urkunde aus dem Jahre 1408 verwendet die Schreibform „zu Guetmaning“ [4]
Namenerklärung
Der Ortsname Gutmaning setzt sich aus dem althochdeutschen Personennamen „Guotman“ und der Namensendung zusammen. Der Name bedeutet „bei den Leuten des Guotman“ [5].
Aus der Geschichte
Hofmark Gutmaning

Der Ort Gutmaning ist, wie oben erwähnt, seit 1333 urkundlich belegt. Im Jahre 1345 nennt eine Urkunde des Klosters Windberg „Heinreich und Vlreich von Gütmaering“[6]. Die beiden Brüder verpflichten sich „die von ihrem verstorbenen Vater Chunrat überkommenen Schulden (10 Pfund Regensburger Pfennig) herrührend von dessen verstorbener Mutter Osanna aus einem Seelgerät, dem Kloster Winberg, zu zahlen“[7].
Wie unter dem Punkt „Historische Schreibformen“ erwähnt, nennt sich 1391 ein Michael Götlinger nach „Guͤtmäning“ [8]. Um 1400 ist Ulrich der Püdensdorfer belegt. 1503 ist Balthasar Götlinger als Inhaber der Hofmark Gutmaning eingetragen. Auf ihn folgen die Nußberger. „1540 tritt Michael von Gleißenthal auf Zandt, der mit Magdalena von Nußberg verheiratet ist, die Besitznachfolge an" [9]. Infolge der Wirren des Dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648) mit Reformation und Gegenreformation mussten die Gleißenthaler das Land verlassen. Die Schrenk von Notzing sind seit 1622 als Inhaber der Hofmark aufgeführt. 1633 kehrten die Gleißenthaler mit dem Heer der Schweden kurzzeitig nach Gutmaning zurück. Im Jahre 1636 ist Hans Christoph von Berliching benannt, dem 1640 Hans Ludwig Wöhrner von Gosserdorf als Käufer folgt. Nach fünf Jahren verkauft dieser das Gut an Jakob Schrenk von Notzing[10].
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erfolgt die Rückkehr von Georg Christoph von Gleißenthal auf seine Besitzungen, die im Jahre 1656 wiederum die Schrenk von Notzing übernehmen. Die Schrenk von Notzing blieben bis zum Jahre 1873 im Besitz des Schlosses in Gutmaning.
Schloss Gutmaning
Das Schloss Gutmaning ist ein dreigeschossiger und traufständiger abgewalmter Satteldachbau mit Eckturm. Unter der Nummer D-3-72-116-94 ist das Gebäude heute in die Denkmalliste eingetragen.
Gemeindegliederung
Ein Verzeichnis der Steuerdistrikte vom 5. Dezember 1811 nennt den Steuerdistrikt, zugleich auch Gemeinde, Gutmaning mit den weiteren Ortschaften Tasching mit Janahof[11]. Gutmaning kam 1946 zur Gemeinde Chammünster[12]. Am 1. Mai 1978 erfolgte die Eingliederung der Gemeinde Chammünster nach Cham[13].
Literatur
- Spitalarchiv Regensburg, Bände, Gesamturbar 1333/34, fol. 25
- Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz Urkunden, 1821
- Stadtarchiv Cham, Urkunden, 137
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kloster Oberalteich Lit., 12, fol. 90v
- Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kloster Windberg Urkunden102
- Max Piendl, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 8, Das Landgericht Cham, München 1955
- Wilhelm Volkert, Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799 bis 1980, München 1983
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Spitalarchiv Regensburg, Bände, Gesamturbar 1333/34, fol. 25.
- ↑ Staatsarchiv Amberg, Oberpfalz Urkunden, 1821
- ↑ Stadtarchiv Cham, Urkunden, 137
- ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kloster Oberalteich Lit., 12, fol. 90v.
- ↑ Gutmaning In: Geschichte Bayerns, Historische Ortsnamen, Regierungsbezirk Oberpfalz, abgerufen am 21. November 2025
- ↑ Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kloster Windberg Urkunden102
- ↑ Gutmaning in Urkunde Kloster Windberg Deutsche Digitale Bibliothek, abgerufen am 21. November 2025
- ↑ Max Piendl, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 8, Das Landgericht Cham, München 1955, S. 39
- ↑ Max Piendl, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 8, Das Landgericht Cham, München 1955, S. 39
- ↑ Max Piendl, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 8, Das Landgericht Cham, München 1955, S. 39
- ↑ Max Piendl, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 8, Das Landgericht Cham, S. 67
- ↑ Max Piendl, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 8, Das Landgericht Cham, S. 73
- ↑ Wilhelm Volkert, Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799 bis 1980, München 1983, S. 439