Gerhard Kolde

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Gerhard Kolde
Geburtsdatum:23. Oktober 1888
Sterbedatum:12. November 1914

Gerhard Kolde (* 23. Oktober 1888 in Erlangen, † 12. November 1914 Chaillon) war Vikar und Heimatforscher in Weiden.

Leben

Gerhard Kolde wurde in Erlangen als Sohn von Geheimrat und Professor für Kirchengeschichte Theodor von Kolde geboren.[1] In Erlangen besuchte er das Gymnasium. Im Anschluss studierte er in erlangen und Leipzig evangelische Theologie. Nach dem Studium diente er beim Oberlauringer (Unterfranken) Pfarrer als Privatvikar. Am 13. Februar 1912 wurde Kolde in Bayreuth ordiniert. Schon am 15. Februar desselben Jahres wurde er dem zweiten Weidener Pfarrer als Privatvikar zugeteilt.[2] Seitdem wirkte er bis zum 2. August 1914 als protestantischer Vikar in Weiden. Ostern 1914 verlobte sich Kolde mit der Emma Braune, der Tochter des königlichen Regierungsrates Josef Braune.[3]

Die letzte Ruhestätte von Gerhard Kolde: der Soldatenfriedhof von St. Mihiel

Am 17. August 1914 meldete sich Gerhard Kolde freiwillig zum Kriegsdienst beim 19. Infanterie-Regiment "König Viktor Emmanuel III. von Italien" in Erlangen. Schon am 16. Oktober 1914 wurde Kolde zur 5. bayerischen Infanterie-Division ins Feld versetzt.[4]Dort kämpfte er in der Nähe von Verdun. Für seine Beteiligung am erfolgreichen Sturm auf eine Befestigung im Wald Bois Brule am 03. November wurde Kolde für die Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz vorgeschlagen.[5] Am 05. November wurde Kolde von einem Schrapnell am Kopf getroffen und schwer verwundet. Am 12. November starb er im Lazarett Chaillon. Sein Grab befindet sich auf der Kriegsgräberstätte St. Mihiel, Endgrablage, Block 4, Grab 342.[6]

Werke

Gerhard Kolde beschäftigte sich in seiner Weidener Zeit vor allem mit der lokalen Kirchen- und Landesgeschichte:

  • D. Kaspar Ammans Stellung zur Reformation, in: Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte 19 (1913), S. 176-181.
  • Der Abt von Waldsassen und Teufelsbanner von Weiden, in: Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte 19 (1913), S. 235-240.
  • Zur Brandenburgisch-Nürnbergischen Kirchenvisitation 1528, in: Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte 19 (1913), S. 275-281.
  • Der Honigkrieg zwischen Weiden und Neustadt an der Waldnaab 1534/37, in: Die Oberpfalz 1/2 (1914), S.11-12, 31-33.
  • Des Pfalzgrafen Friedrich Verproviantierung zum Augsburger Reichstag 1630, in: Bayerland 1/2 (1913), S. 6-7.
  • Die Anfänge der Reformation zu Weiden in der Oberpfalz, in: Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte 19 (1913), S. 1-28, 167-197, 207-228.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Karl Ochantel: Nach der Predigt in den Krieg: Der Weidener Vikar Kolde im Sturmangriff bei Verdun 1914 - gefallen am 12. November 1914. In: Oberpfälzer Heimat, Band 70. 2026, ISBN 978-3-911515-18-4, S. 111-116, hier 111
  2. Karl Ochantel: Nach der Predigt in den Krieg: Der Weidener Vikar Kolde im Sturmangriff bei Verdun 1914 - gefallen am 12. November 1914. In: Oberpfälzer Heimat, Band 70. 2026, ISBN 978-3-911515-18-4, S. 111-116, hier 112
  3. Karl Ochantel: Nach der Predigt in den Krieg: Der Weidener Vikar Kolde im Sturmangriff bei Verdun 1914 - gefallen am 12. November 1914. In: Oberpfälzer Heimat, Band 70. 2026, ISBN 978-3-911515-18-4, S. 111-116, hier 111
  4. Karl Ochantel: Nach der Predigt in den Krieg: Der Weidener Vikar Kolde im Sturmangriff bei Verdun 1914 - gefallen am 12. November 1914. In: Oberpfälzer Heimat, Band 70. 2026, ISBN 978-3-911515-18-4, S. 111-116, hier 112-113
  5. Karl Ochantel: Nach der Predigt in den Krieg: Der Weidener Vikar Kolde im Sturmangriff bei Verdun 1914 - gefallen am 12. November 1914. In: Oberpfälzer Heimat, Band 70. 2026, ISBN 978-3-911515-18-4, S. 111-116, hier 114
  6. Karl Ochantel: Nach der Predigt in den Krieg: Der Weidener Vikar Kolde im Sturmangriff bei Verdun 1914 - gefallen am 12. November 1914. In: Oberpfälzer Heimat, Band 70. 2026, ISBN 978-3-911515-18-4, S. 111-116, hier 115