Gedenkkreuz im Wagrainer Wald
Koordinaten: 49° 28' 32.45" N, 11° 52' 45.98" E
| Gedenkkreuz im Wagrainer Wald | |
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Das Gedenkkreuz im Wagrainer Wald | |
Das Gedenkkreuz im Wagrainer Wald ist ein Feldkreuz im Wagrainer Wald. Es wurde von Hans Moosburger aus Ammersricht errichtet.
Lage
Das Gedenkkreuz befindet sich im Wagrainer Wald am Feldweg von Ammersricht nach Aschach etwa 50 m nach dem Eintritt in den Wald.[1]
Beschreibung
Unterhalb des Kreuzes befindet sich eine Tafel mit der Inschrift:
Zum Gedenken / Hier an dieser Stelle / wurde ein russischer Soldat / im April 1945, nur weil er / nicht gehen konnte, / kaltblütig von einem / Wachposten erschossen. / Fam. Hans Moosburger
Geschichte
Mitte April 1945 war Hans Moosburger als neunjähriger Bub mit seiner Mutter auf dem Weg von Ammersricht nach Aschach unterwegs, als eine Gruppe von etwa 50 Kriegsgefangenen von der Neumühle aus ebenfalls Richtung Wagrainer Wald marschierte. Einer der Gefangenen, ein Russe, obwohl schon sehr geschwächt, wurde von einem Aufseher mit dem Gewehrkolben traktiert. Trotz der Unterstützung durch seine Kameraden konnte er nicht mehr weitergehen. Auch wenn Moosburger und dessen Mutter nicht direkt Augenzeuge wurden, war es nicht zu überhören, dass der Wachposten den Gefangenen kurzerhand erschoss. Er wurde an Ort und Stelle verscharrt. Das alles fand 14 Tage vor Kriegsende statt. Nach Kriegsende wurden er und weitere getötete Gefangene im Katharinenfriedhof beigesetzt. Name und Wohnort des Ermordeten sind unbekannt. Als Hans Moosburger Eigentümer des Waldes wurde, in dem die Stelle liegt, an der der Gefangene ermordet wurde, errichtete er ein Gedenkkreuz zur Erinnerung an das Ereignis.[1]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Gedenkstein gegen das Vergessen, in: onetz.de. Oberpfalz Medien GmbH, vom 16. April 2020, abgerufen am 11. April 2026