Fritz Renner

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Fritz Renner
Geburtsdatum:10. Juni 1910
Sterbedatum:23. April 1985
Q15453888  Friedrich Renner (Politiker, 1910)  1017075689

Fritz Renner (* 10. Juni 1910; † 23. April 1985) war Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

Leben

Fritz Renner wurde am 10. Juni 1910 in Amberg geboren. Er besuchte die Pestalozzischule und machte dann eine Lehre bei der Deutschen Präzisions-Werkzeug AG. Mit 16 Jahren kam er zur Gewerkschaft und zur Sozialistischen Arbeiterjugend. Mit einem Stipendium ausgestattet ging er an die Staatliche Heimvolkshochschule Gera. Er wurde Verwaltungsmitglied des Deutschen Metallarbeiterverbandes.

Im Sommer 1933 organisierte der Exil-Vorstand der SPD in Prag die Verteilung von sozialdemokratischen Schriften und Flugblätter gegen das NS-Regime. Diese Schriften wurden von der Tschechoslowakei nach Deutschland geschmuggelt. Einer der Schmuggler war Fritz Renner. Er war damals Leiter der Sozialistischen Arbeiterjugend in Amberg. 1934 bekam die GESTAPO Kenntnis von Renners Aktivitäten und er wurde verhaftet. Vor dem Oberlandesgericht Nürnberg wurde ihm gemeinsam mit 52 weiteren Genossen der Prozess wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ gemacht. In der Untersuchungshaft war er den grauenvollen Verhörmethoden der Nazis hilflos ausgeliefert. Er wurde schließlich zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die er von 1934 bis 1936 verbüßte. Nach der Verbüßung der Haftzeit stellte man ihn vor die Wahl, entweder Informationen über den sozialdemokratischen Widerstand zu liefern oder die anschließende Schutzhaft im Konzentrationslager Dachau. Fritz Renner schwieg und so wurde er am 1. August 1936 nach Dachau gebracht. Dort blieb er bis zum 23. Dezember 1937. Mit Sicherheitsauflagen wurde er nach Amberg entlassen. 1938 nahm er als Pressluftschlosser in der DEPRAG die Arbeit auf. 1939 bis 1942 absolvierte er ein Ingenieurfernstudium in Bad Frankenhausen. 1941 bis 1946 war Renner als technischer Angestellter tätig. In den Jahren 1946 bis 1949 übernahm er die Funktion des Betriebs- und Verkaufsleiters. In dieser Funktion setzte er sich dafür ein, dass das Amberger Werk nicht demontiert wurde.[1]

Ab 1949 war er geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Konsumgenossenschaft Amberg, ab 1955 Mitglied des Genossenschaftsrats des Zentralverbands Deutscher Konsumgenossenschaften Hamburg und ab 1956 Vorsitzender des Verbands Bayerischer Konsumgenossenschaften in München.[2]

Fritz Renner starb am 23. April 1985.[1]

Wirken

Politik

Fritz Renner war Stadtratsmitglied von 1952 bis 1984. 1949 und 1953 war er auch Direktkandidat für die Bundestagswahlen.[1] Von 1. Januar 1956 bis 31. Dezember 1973 war er Mitglied des Bayerischen Senats.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Fritz Renner - SPD-Stadtverband Amberg, abgerufen am 18. September 2026
  2. 2,0 2,1 Bavariathek Bayern: Renner Friedrich, abgerufen am 18. September 2026