Franz Xaver Biebl

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Franz Xaver Biebl
Geburtsdatum:1. September 1906
Sterbedatum:2. Oktober 2001
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Franz Xaver Biebl (* 1. September 1906 in Pursruck, † 2. Oktober 2001 in München) war als Chordirektor und Komponist tätig. Er gründete das Referat Chorwesen beim Bayerischen Rundfunk und fungierte als dessen Leiter. 1974 wurde er mit dem Nordgaupreis des Oberpfälzer Kulturbundes für Musik ausgezeichnet.

Leben und Wirken

Franz Xaver Biebl wird am 1. September 1906 in Pursruck in der Oberpfalz nahe Amberg als elftes Kind des Lehrers Johann Biebl und dessen Frau Katharina geboren. Von 1916 bis 1925 besucht Biebl das Humanistische Gymnasium und erhält eine umfassende Bildung. Da sein Vater schon während Biebls Jugend verstirbt, muss der Sohn nach seinem Abitur 1925 die Familie durch Arbeit finanziell unterstützen. Dennoch beginnt Biebl 1926 an der Musikhochschule München Komposition und Dirigieren zu studieren, wo Joseph Haas, Siegmund von Hausegger und Heinrich Kappe zu seinen Lehrern zählen. Ab 1932 findet Biebl Anstellung als Chordirektor an der Pfarrkirche München-Thalkirchen, die er 1939 dann gegen eine Dozentur für Chormusik und Musiktheorie an der Musikhochschule und Jugendmusikschule Mozarteum in Salzburg eintauscht. Im selben Jahr heiratet Biebl. 1943 wird er zum Militärdienst eingezogen und gerät schon im darauffolgenden Jahr in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Bis 1946 hält er sich in Fort Custer ins Michigan als Kriegsgefangener auf, wo er allerdings kompositorisch tätig sein kann: Er darf einen Chor bilden und komponiert Lieder, die er dann auch zur Aufführung bringt. Zurück in Deutschland tritt Biebl 1949 die Chordirektorstelle an der Stadtpfarrkiche Fürstenfeldbruck an, die er für elf Jahre behalten sollte. Neben seiner Tätigkeit als Chordirektor arbeitet Biebl aber auch für den Bayerischen Rundfunk. 1959 gründet er das Referat Chorwesen, in dem er bis zu seiner Pension tätig bleibt. Im Ruhestand setzt Biebl seine kompositorische Tätigkeit fort. Nach kurzer Krankheit stirbt er am 2. Oktober 2001 in München.