Eixendorfer See

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Eixendorfer See
Eixendorfer Stausee im Sommer 2013

Der Eixendorfer See liegt an der Schwarzach östlich von Neunburg vorm Wald im Landkreis Schwandorf. In den 1970ern wurde die Talsperre Eixendorf vom Freistaat Bayern gebaut. Seitdem schützt der Eixendorfer See — im Zusammenwirken mit dem Perlsee bei Waldmünchen und dem Silbersee bei Tiefenbach — die Gemeinden im Schwarzachtal vor Hochwasser. Bei Normalstau ist der Eixendorfer See 100 Hektar groß, wobei seine Fläche bei erhöhtem Pegel auf 183 Hektar anwachsen und der Wasserstand um zusätzliche 10 Meter steigen kann. Vor der Errichtung der Talsperre verursachten wiederkehrende Hochwasser große Schäden in Siedlungen und auf Feldern. Mittlerweile sorgt der Stausee in Trockenzeiten auch für einen besseren Wasserfluss der Schwarzach.

Talsperre

Der See dient dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung (Wasserregulierung), der Stromerzeugung aus Wasserkraft und der Erholung und wurde am 19. November 1975 in Betrieb genommen. Im Normalfall ist die Talsperre nur halb gefüllt; der restliche Stauraum (13,2 Mio. m³) ist für den Hochwasserschutz vorgesehen. Der Speicher wird vom Wasserwirtschaftsamt Weiden, das Kraftwerk Eixendorf von den Bayerischen Landeskraftwerken betrieben.

Der Staudamm ist ein Steinschüttdamm mit einer Asphaltbeton-Innendichtung. Über den Damm führt eine Straße.

Im Stausee versanken (flussabwärts aufgezählt) die Höllmühle von Rötz, die Obermühle, der Seebarnhammer und das Dorf Eixendorf von Neunburg vorm Wald, von dem ein Weiler Eixendorf höher am Berg mit Siedlungsgruppen links und rechts des Sees fortbesteht, sowie eine Teilstrecke der ehemaligen Bahnlinie Rötz–Bodenwöhr, die links der Schwarzach im Tal verlief.

Kraftwerk

Das Wasserkraftwerk Eixendorf hat eine Ausbau-Leistung von 950 kW; der Ausbaudurchfluss beträgt 6,8 m³/s, die maximale Fallhöhe 24,3 m.[1] Die Stromerzeugung erfolgt mittels einer Kaplanturbine. Das Regelarbeitsvermögen beträgt 3,8 Mio. kWh pro Jahr.[2]

Bildergalerie

Wanderweg

Auf dem Eixendorfer Seeweg kann man den Eixendorfer See auf 15 km zu Fuß umrunden.[3]

Literatur

  • Talsperren in der Bundesrepublik Deutschland, Peter Franke, Wolfgang Frey, DNK - DVWK 1987, ISBN 3-926520-00-0

Weblinks

Commons: Eixendorftalsperre – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

Vorlage:Normdaten


Diese Seite basiert ursprünglich auf der Seite Eixendorfer See aus der freien deutschsprachigen Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons „Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ 4.0 International (CC BY-SA 4.0). In der deutschsprachigen Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren einsehbar. Seit ihrem Import wird die Seite kontinuierlich ergänzt.