Bruno Brehm

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Bruno Brehm (* 23.07.1892 in Laibach/Ljubljana, † 05.06.1974 in Altaussee) war Dichter und Schriftsteller nationalsozialistischer Prägung. 1958 erhielt er den Nordgaupreis der Stadt Amberg für Dichtung.

Leben und Wirken

Als Sohn eines k.u.k. Offiziers in Slowenien geboren, studierte Brehm nach dem Ersten Weltkrieg in Wien, Göteborg und Stockholm Kunst- und Urgeschichte und ließ sich nach seiner Promotion dort als Verlagsbuchhändler und seit 1928 als freier Schriftsteller nieder. Seine frühen Werke beschäftigen sich teils heiter, teils nostalgisch mit dem Ende der Donaumonarchie, später jedoch sind sie deutlich nationalsozialistisch geprägt. So verherrlicht sein "Bekenntnisbuch österreichischer Dichter" den Ausschluss Österreichs an das Deutsche Reich (1939). Wegen seiner antisemitischen Einstellung, die auch in seinen Werken deutlich zum Ausdruck kommt, wurde er von den Nationalsozialisten in die sog. "Gottbegnadeten-Liste" der wichtigsten Schriftsteller aufgenommen, was ihn vor Kriegsdienst und Fronteinsatz bewahrte. 1945 wurde er wegen seines politischen Engagements verhaftet, jedoch schon kurze Zeit später wieder freigelassen. Noch 1960 war Brehm Mitglied der rechtsextremistischen Gesellschaft für freie Publizistik und schaffte es zeitlebens nicht, sich von seiner nationalsozialistischen Gesinnung zu distanzieren.

Werke (Auswahl)

  • Weder Kaiser noch König. Der Untergang der Habsburgischen Monarchie. Roman. (1933).
  • Über die Tapferkeit. Brevier für junge Deutsche (1940)
  • Der Reichsstil (1942)
  • Das zwölfjährige Reich. Trilogie (1960/61).

Einzelnachweise

OKB Personen Datenbank, 30.03.2026