Bergkirche Maria Zell Kirchenthumbach

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Bergkirche Maria Zell Kirchenthumbach
Bergkirche Maria Zell in Kirchenthumbach
Adresse:Maria-Zell-Weg 20
91281 Kirchenthumbach
BLfD-ID:D-3-74-129-3
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Die Bergkirche Maria Zell ist eine katholische Berg- und Wallfahrtskirche westlich von Kirchenthumbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Sie steht auf einer Anhöhe, die im Volksmund „am Berg“ genannt wird. Die Kirche ist von mächtigen Lindenbäumen umgeben, die als Naturdenkmal geschützt sind.

Geschichte

Der Ursprung der Wallfahrt wird auf eine Begebenheit aus dem Jahr 1714 zurückgeführt. Der aus Kirchenthumbach stammende Friedrich Eisenhut soll auf einer Reise von Wien nach Graz von Straßenräubern überfallen worden sein. In seiner Not rief er die Gottesmutter Maria an und gelobte, eine Nachbildung des Gnadenbildes der Mariazeller Muttergottes anfertigen zu lassen und in Kirchenthumbach eine Kapelle errichten zu lassen. Die Räuber sollen daraufhin von ihm abgelassen haben.

1714 entstand daraufhin eine kleine Kapelle. Sie wurde beim späteren Neubau nicht abgebrochen, sondern als Sakristei in die heutige Kirche einbezogen.

Da sich die Kapelle zu einem Wallfahrtsort entwickelte, wurde 1753 mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen. Der Rohbau war 1756 fertiggestellt. Am 21. Oktober 1760 wurde die Kirche eingeweiht. Von diesem Zeitpunkt an waren Gottesdienste mit Einschränkungen möglich. Die Wallfahrt entwickelte sich in der Folge weiter.

1777 erhielt die Kirche einen Dachreiter mit Zwiebelhaube. 1852 wurde mit dem Bau eines Kreuzweges zur Bergkirche begonnen, der 1865 eingeweiht wurde. Eine umfassende Innen- und Außenrenovierung erfolgte 1995 bis 1997.

Bau und Ausstattung

Die Bergkirche ist eine etwa 20 Meter lange und elf Meter breite Saalkirche mit Satteldach, seitlich abgerundetem Chor und einem Dachreiter mit Zwiebelhaube. Die barocke Ostfassade besitzt ein Eingangsportal, vier runde Fenster und eine mittig in das Mauerwerk eingesetzte Muttergottesfigur. An der Fassade befindet sich außerdem eine steinerne Marienfigur aus dem Jahr 1767.

Im Inneren befindet sich ein Rokoko-Hochaltar mit der Nachbildung des Gnadenbildes der Mariazeller Muttergottes aus dem steirischen Mariazell. Der Altar wird von Figuren des heiligen Georg und des heiligen Florian flankiert. Auch Kanzel, Beichtstühle und Kirchenstühle stammen aus der Rokokozeit.

Die Kirche wurde 1937 renoviert. Dabei entstanden Fresken des Kunstmalers Josef Wittmann, die den Ursprung der Wallfahrt darstellen. Weitere Darstellungen zeigen die Mariazeller Gottesmutter und Symbole aus der Lauretanischen Litanei.

Wallfahrt

Die Bergkirche ist bis heute Ziel einer Wallfahrt. Am Sonntag nach Mariä Geburt wird jährlich das Bergfest mit Gottesdiensten und einer Lichterprozession gefeiert. Die Wallfahrt geht auf das im Jahr 1714 gestiftete Gnadenbild der Mariazeller Muttergottes zurück.

Zur Ausstattung gehört außerdem eine Orgel, deren erstes Instrument 1764 aus Ebnath geliefert wurde.

Galerie

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