Böhmerwald Aussichtsturm
Koordinaten: 49° 31' 26.44" N, 12° 37' 56.14" E
| Böhmerwald Aussichtsturm | |
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Böhmerwaldturm auf dem Weingartenfels | |
| benannt nach: | |
| Homepage: | www.vg-schoensee.de/ |
| Adresse: | 92549 Stadlern |
| Öffnungszeiten: | Sonntag: 00:00-23:59 Montag: 00:00-23:59 Dienstag: 00:00-23:59 Mittwoch: 00:00-23:59 Donnerstag: 00:00-23:59 Freitag: 00:00-23:59 Samstag: 00:00-23:59 |
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Der Böhmerwald Aussichtsturm ist ein Aussichtsturm auf dem mit 898 Metern höchsten Punkt des Landkreises Schwandorf. Von der Aussichtskanzel hat man einen Blick auf den Oberpfälzer-, den Böhmer- und den Bayerischen Wald.
Beschreibung
Der Turm besteht aus einer massiven Holzkonstruktion auf einem Betonsockel. 142 Stufen führen zu einer 50 Quadratmeter großen, rundum verglasten Aussichtskanzel, welche mit zwei Fernrohren ausgestattet ist. Von einer Sprechanlage können Erläuterungen über die Landschaften und Orte im Sichtfeld abgerufen werden.[1]
Geschichte
Die Idee zur Errichtung des Böhmerwaldaussichtsturmes geht bis in die Zeit des "Eisernen Vorhangs" zurück. 1970 hatte Karl Spörl, ein in Weißensulz geborener Sudetendeutscher, die Idee zum Bau eines Aussichtsturms. Damals sollten die Bewohner des Grenzgebietes zumindest einen Blick in die einstige Heimat, aus welcher sie vertrieben wurden, werfen können. Dies war lediglich von einem provisorischen Holzturm des Bundesgrenzschutzes möglich. Der Weingartenfels wurde als Standort favorisiert. Der ursprüngliche Gedanke, dass der Heimatkreis Bischofteinitz ein solches Projekt mit Blick nach Osten umsetzt, musste nach vielen Diskussionsrunden in dieser Organisation einige Jahre später ad Acta gelegt werden. „Der Heimatkreis stehe dem Bau zwar wohlwollend gegenüber, übernehme jedoch in keiner Weise Kosten für Pläne oder Bauausführung“ hieß es in der Begründung. In Stadlern folgte man der Empfehlung von Karl Spörl, für das Vorhaben einen eigenen Verein zu gründen. Die Vereinsgründung erfolgte im Oktober 1979. Zahlreiche Behördengänge waren in der Folgezeit für die Realisierung des Vorhabens notwendig. Am meisten machte sich die damalige Vereinsführung Gedanken über die Bauart: Ein Aussichtsturm aus Holz, Beton oder Stahl stand zur Debatte. Aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes entschied man sich letztendlich für einen Holzbau. Am 13. Mai 1983 erhielt der ortsansässige Zimmerermeister Hermann Reiminger, ebenfalls wie Karl Spörl ein in Unterhütte geborener Sudetendeutscher, den Auftrag zum Bau. Nur wenige Wochen später, am 17. Juni desselben Jahres, erfolgte die Grundsteinlegung für dieses Projekt. Am 15. Oktober 1983 konnte der Turm fertiggestellt und am 1. Juli 1984 feierlich eingeweiht werden.[1][2]
Literatur
- Ludwig Höcherl: 40 Jahre Böhmerwald-Aussichtsturm: Besuch mit einem Stammgast, in: onetz.de. Oberpfalz Medien GmbH, vom 16. Juni 2023, abgerufen am 14. April 2026
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Böhmerwaldaussichtsturm - Oberpfälzer Wald, vom 16. September 2025, abgerufen am 14. April 2026
- ↑ Ludwig Höcherl: 40 Jahre Böhmerwald-Aussichtsturm: Besuch mit einem Stammgast, in: onetz.de. Oberpfalz Medien GmbH, vom 16. Juni 2023, abgerufen am 14. April 2026