Anti-WAAhnsinns-Festival-Gedenkstein

Aus OberpfalzWiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Anti-WAAhnsinns-Festival-Gedenkstein
Q140235332   Anti-WAAhnsinns-Festival_Memorial

Der Anti-WAAhnsinns-Festival-Gedenkstein erinnert an das Anti-WAAhnsinns-Festival, eines der größten Rock-Konzerte der bundesdeutschen Geschichte.

Beschreibung

„Zur Erinnerung an den Widerstand gegen die WAA in Wackersdorf und das friedvolle Musikfestival im Jahre 1986” heißt es schlicht auf dem von Steinmetz Arnold Bachl gestalteten Denkmal an der Kellergasse. Dabei ist das 5. Anti-WAAhnsinns-Festival (26. und 27. Juli 1986) auf dem Burglengenfelder Lanzenanger bis heute noch immer eines der größten Rock-Konzerte der bundesdeutschen Geschichte, von einem „kulturellen Jahrhundertereignis“ und dem „deutschen Woodstock“ ist häufig die Rede. Mehr als 100.000 Menschen protestierten friedlich gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Stars wie Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Wolfgang Ambros, Rio Reiser und die Toten Hosen traten damals in Burglengenfeld auf.

Über sein Werk sagt Steinmetz Bachl: „Ich wollte die Spaltung zum Ausdruck bringen, die in der WAA-Zeit durch die Bevölkerung ging. Es gab ja nicht nur Gegner, sondern auch Befürworter.“ Folgerichtig spaltete Bachl einen massiven Granitstein, zwischen den Teilen symbolisieren Stäbe aus V2A-Edelstahl den Bauzaun, der rund um die WAA-Baustelle errichtet worden war.

Initiator des 1994 offiziell eingeweihten Denkmals war der Burglengenfelder Lehrer und Rektor Helmut Schuster, die Kosten trug die Stadt Burglengenfeld.[1]

Literatur

Florian Hoffarth: „Ihr habt die Festung, wir haben das Fest – Das ‚Anti-WAAhnsinns-Festival' 1986 als Höhepunkt der Bürgerproteste gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf”, in: Jahresband zur Kultur und Geschichte im Landkreis Schwandorf, Bd. 16/17 (2005/06), hg. vom Landkreis Schwandorf, S. 102-123.

Einzelnachweise

  1. ↑ Burglengenfeld: Sehenswürdigkeiten, abgerufen am 11. Oktober 2026