Altstraßen im Bereich der TK 25 6041 Mähring
Geographische und Verkehrslage
Der Markt Mähring liegt im Landkreis Tirschenreuth im sogenannten Stiftland direkt an der Grenze zu Tschechien. Der südwestlichste Teil des Gemeindegebiets wird von der Europäischen Hauptwasserscheide durchquert, wodurch ein kleiner Teil des Gemeindegebiets zur Donau hin entwässert wird. Das übrige Gemeindegebiet gehört über die Wondreb und die Moldau zum Einzugsgebiet der Elbe. Die Wasserscheide wird auf einer Höhe von 700 m überquert. Mähring besaß mindestens seit dem 15. Jahrhundert einen Eisenhammer, der mit dem Wasser des Lohbachs betrieben wurde. Mähring wird im Jahre 1181 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Großteil des Gemeindegebiets gehörte zur Propstei Hohenstein, das zuerst zur Propstei des Klosters Reichenbach gehörte und im Jahre 1442 vom Kloster Waldsassen aufgekauft wurde. Mähring war schließlich Sitz eines Richteramtes im Stiftland. Die einzigen Zufahrten vom deutschen Verkehrsnetz aus bilden die Staatsstraßen 2167 und 2175. Die St 2167 endet am Grenzübergang Mähring.
Trassenabschnitt Windischeschenbach – Mähring nach Kröll und List
Die Altstraße verließ Windischeschenbach über Neuhaus in Richtung der heutigen Autobahn. Folgt man der St 2181 nach Osten führt die Trasse über Schnackenhof wohl entlang der heutigen St 2181. In den Uraufnahmen ist östlich von Schnackenhof eine aufgelassene Trasse zu erkennen, die offensichtlich die Trasse nach Windischeschenbach darstellt. Kröll hat hier noch Hinweise auf den Wegeverlauf gefunden. Bei Schnackenhof verliert sich der Weg im Wald. Die Altstraße erreicht von Westen her Beidl. Die ehemalige Burg Freyenstein im Norden von Beidl, stand angeblich am Kreuzungspunkt zweier Altstraßen. Nach Kröll (1973) spielte dieser Ort abseits der Fernverbindung der B 15 noch im 15. Jahrhundert eine bedeutende Rolle im Transitverkehr. Für den Weiterweg findet List keine Spuren. Hardt (1962) geht von einer Trasse über Leichau – Haid - Pilmersreuth aus. Der Weg verlief nach Kröll über Kohlerhof weiter nach Stein und zum Burgort Liebenstein und weiter nach Schwarzenbach. Die Altstraße verließ Schwarzenbach in Richtung Nordosten und führt über den Hasenbühl nach Marchaney. Gagel (1981) nennt den Ort als Etappenort über Ahornberg und der heutigen Wüstung Reichenbach nach Tachau. In ihrem weiteren Verlauf nach Lauterbach, ist die Trasse südwestlich des Wetterberges in Richtung Lauterbach zu erkennen. Ihren weiteren Verlauf nahm die Strecke nach Überwindung des Griesbach bei der Groppenmühle nach Redenbach. Eine Alternativtrasse verlief von Marchaney an Ahornberg vorbei entlang des Südhanges des Aschberges nach Asch.[1] List schließt sich Kröll an, dass in der Nähe des zwischen Grießbach und Redenbach gelegene Galgenberg die Altstraße passierte. Über heutige s Kulturland verlief die Trasse nach Mähring. Mähring gehörte, zusammen mit Redenbach mindestens bis 1181 zu Böhmen. Nach Kröll erreicht die Altstraße nach Osten über das Flurstück „Hohle Gasse“ die Grenze. Bei Treppenstein, ca 1 km südwestlich Mähring gelegen, führten weitere Übergänge nach Böhmen. Der nordöstlichste dieser Übergänge überquerte südöstlich des Treppensteiner Weihers die Grenze. Aus dem Gebiet Griesbach führten noch weiter Wege bzw. Steige nach Tachau.[2] Die von List bzw. Kröll dokumentierten Altwege finden sich auch im digitalen Geländemodell wieder. s. TK Waldershof mit weiteren Infos
Weblinks
- Karte der Hohlwege, Steige und Denkmäler im Bereich der TK 25 Blatt 6041: Mähring
- Karte der Hohlwege im Bereich der TK 25 Blatt 6041: Mähring
- Karte der Steige im Bereich der TK 25 Blatt 6041: Mähring
- Karte der Denkmäler im Bereich der TK 25 Blatt 6041: Mähring
- Visualisierung der Altstraßen aus den Historischen Karten der TK 25 Blatt 6041: Mähring
Einzelnachweise
- ↑ Ulrich List: Untersuchungen zum Transportwesen des Systems der „Goldenen Straße“ zwischen dem mittelfränkischen und dem böhmischen Becken, seine ökonomische Entwicklung und Bedeutung, in: Regensburger Beiträge zur Regionalgeographie und Raumplanung Bd. 11,1 (2006), S. 140 - 141; Bd. 11,2: Karte 3 bzw. Karte Nr. 5
- ↑ Joachim Kröll. Die Weinstraße. Ein Beitrag zur oberfränkischen Altstraßenforschung, in: Archiv für die Geschichte von Oberfranken 43 (1963), S. 33 – 75, hier S. 73 f.