Die Oberpfalz (Zeitschrift)

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Titelseite aus dem ersten Jahrgang 1907

Die Oberpfalz war der Name einer seit dem Jahr 1907 bis 2025 im Kallmünzer Verlag Laßleben erscheinenden Zeitschrift für Geschichte, Volks- und Heimatkunde. Begründet wurde die Zeitschrift vom Lehrer, Heimatforscher und Verleger Johann Baptist Laßleben.

Jahrgänge

Die Reihe erschien bis 1994 in z.T. monatlichen Einzelheften. Ab 1995 erscheinen sechs Ausgaben im Jahr. Ferner bestand die Möglichkeit am Ende eines jeden Jahres einen Jahresband (Einzelhefte gebunden) zu beziehen. Kriegsbedingt erschien von 1940 bis 1943 Die Oberpfalz im Umfang stark reduziert. Ab 1944 erschien die Reihe nicht mehr. Nach dem Krieg wurde 1950 mit der Herausgabe wieder begonnen. Mit dem Jahresband von 2025 endete die Reihe.

Ab dem Jahr 2027 wird die Reihe vom Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg in Kooperation mit dem Verlag Friedrich Pustet fortgeführt. Geplant ist, die Vierteljahreshefte quartalsweise digital zu publizieren sowie einen Jahresband zu veröffentlichen. Es soll möglich sein ab 2027 auf einzelne Artikel digital zugreifen zu können.[1]

In den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft blieb die „Oberpfalz" nicht unberührt von den politischen, ideologischen und institutionellen Veränderungen. Während in den frühen 1930er Jahren nationalsozialistische Themen offenbar noch nicht durchgängig oder nur verhalten hervortraten, ist ab der Mitte des Jahrzehnts eine deutlich stärkere Annäherung an völkische, nationalistische und agrarromantische Interpretationsmuster festzustellen. Zahlreiche Beiträge stehen erkennbar im Gedanken der nationalsozialistischen „Blut-und-Boden“-Ideologie, also einer weltanschaulichen Verbindung von Volk, Abstammung, Raum, Bodenständigkeit und vermeintlich organischer Gemeinschaft.

Eine offen antisemitische Grundausrichtung tritt in der Zeitschrift nach gegenwärtigem Überblick nicht als dominantes Merkmal hervor. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Texte frei von völkischen, ausgrenzenden oder rassistischen Denkfiguren wären. Gerade die starke Betonung von Herkunft, Boden, „Volkstum“, Überlieferung und regionaler Verwurzelung fügte sich vielfach in den ideologischen Rahmen der Zeit ein. Der wissenschaftliche bzw. heimatkundliche Ertrag der Jahrgänge aus der NS-Zeit ist deshalb differenziert zu bewerten: Manche Beiträge enthalten weiterhin lokalhistorisch relevante Hinweise, Quellenbezüge oder Überlieferungen; andere sind durch zeitgebundene Sprache, ideologische Rahmung und methodische Schwächen so stark geprägt, dass sie vor allem selbst als Quellen für die Geschichte regionaler Heimatkunde und ihrer Anpassung an den Nationalsozialismus nur Eingeschränkt von Interesse sind.

Gerade viele Artikel der älteren Ausgaben sind wegen neueren Erkenntnissen nur noch von historischem Interesse. Jedoch ist es in einigen Fällen so, dass diese Artikel die einzige Quelle darstellen, oder auf Sachverhalte verweisen die heute nicht mehr vorhanden sind.

Die Reihe behandelte neben vielen heimatkundlichen Artikeln auch Gedichte, Erzählungen, Anmerkungen und Informationen von Lesern oder auch Buchbesprechungen etc. Nur ein Bruchteil dessen was in den Bänden enthalten ist wurde hier auch abgebildet.

Bis 2023 wurde dieses Cover für den Jahresband verwendet

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schreiben an die ehem. Abonnenten in dem das Vorhaben vorgestellt wird